{"id":464,"date":"2021-06-02T17:32:23","date_gmt":"2021-06-02T17:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/?page_id=464"},"modified":"2024-02-18T18:35:50","modified_gmt":"2024-02-18T16:35:50","slug":"https-www-revier67-ch-solothurn-jagd-unser-wild-der-luchs","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/die-jagd\/unser-wild\/https-www-revier67-ch-solothurn-jagd-unser-wild-der-luchs\/","title":{"rendered":"Der Luchs"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"870\" height=\"320\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-1.jpg?resize=870%2C320&#038;ssl=1\" alt=\"Luchs\" class=\"wp-image-394\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-1.jpg?w=870&amp;ssl=1 870w, https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-1.jpg?resize=300%2C110&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-1.jpg?resize=768%2C282&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Der Luchs z\u00e4hlt &#8211; neben B\u00e4r und Wolf &#8211; zu den gr\u00f6ssten Landraubtieren in Europa, wird er nicht als Bedrohung f\u00fcr den Menschen angesehen.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"mce_0\">Einleitung<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir Menschen haben den Luchs in der Schweiz einst ausgerottet \u2013 jetzt  ist es unsere Verantwortung, ihm in unseren W\u00e4ldern wieder eine Heimat zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit den 1970ern versucht man nun, die Wildkatze in den Alpenraum zur\u00fcckzuholen. In der Schweiz, wo die Wiederansiedlung am erfolgreichsten war, leben mittlerweile 150 Tiere. Im Jura und in den Nordwestalpen sind die Populationen heute sogar so gross, dass sie genutzt werden k\u00f6nnen, um die Best\u00e4nde andernorts, etwa in Italien oder \u00d6sterreich, aufzustocken. <\/p>\n\n\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\">\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Steckbrief<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td> Gewicht (Lebendgewicht)  <\/td><td>Kuder bis 32 kg, K\u00e4tzin bis 21 kg<\/td><\/tr><tr><td> Paarungszeit <\/td><td>Februar &#8211; April<\/td><\/tr><tr><td> Tragzeit <\/td><td>10 Wochen<\/td><\/tr><tr><td> Wurfzeit, Anzahl Welpen <\/td><td>Ende Mai bis Anfang Juni<\/td><\/tr><tr><td> S\u00e4ugezeit <\/td><td>9 Wochen<\/td><\/tr><tr><td> Nahrung <\/td><td>Fleischfresser; v.a. Rehe, G\u00e4msen &#8211; z.t. auch Hasen, F\u00fcchse, Schafe, Ziegen<\/td><\/tr><tr><td> Nat\u00fcrlicher Beutegreifer  <\/td><td>Wolf<\/td><\/tr><tr><td> Verbreitungsgebiet <\/td><td>Jura, Aplenraum<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Jagdsprachliche Bezeichnungen<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td> Erwachsene Tiere   <\/td><td>Kuder  \u2642 \/ K\u00e4tzin od. Luchsin  \u2640   <\/td><\/tr><tr><td> Jungtiere <\/td><td> Hirschluchs \u2013 ausgewachsener Luchs im Sommerbalg<br> Kalbluchs \u2013 ausgewachsener Luchs im Winterbalg <\/td><\/tr><tr><td> Tiergruppe <\/td><td>&#8211; &#8211; &#8211;<\/td><\/tr><tr><td> Fell <\/td><td>Balg<\/td><\/tr><tr><td> Augen <\/td><td>Seher<\/td><\/tr><tr><td> Ohren <\/td><td>Geh\u00f6re<\/td><\/tr><tr><td> Beine \/ F\u00fcsse   <\/td><td>L\u00e4ufe<\/td><\/tr><tr><td> Schwanz <\/td><td>Stummelrute (kurzer Schwanz)<\/td><\/tr><tr><td> Paarungszeit <\/td><td>Ranz<\/td><\/tr><tr><td> Geburt <\/td><td>Werfen<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Sinne<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Seher<\/h3>\n\n\n\n<p>Es sind vor allen Dingen die Augen die dem Luchs die F\u00e4higkeit geben Beute zu machen. Die Augen sind im Verh\u00e4ltnis zum K\u00f6rper sehr gross und die Pupillen k\u00f6nnen bei Dunkelheit sehr weit ge\u00f6ffnet werden. Damit der Luchs mit diesen Augen auch bei Tageslicht gut sehen kann, sind die Pupillen nicht rund sondern elliptisch geformt, so dass sie bis auf ein winzig kleines Loch geschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lichtempfindlichkeit des Katzenauges ist etwa sechs mal so hoch wie die des menschlichen Auges.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Gr\u00f6sse sind es zwei Strukturen die zu dieser hohen Lichtempfindlichkeit beitragen<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zelltypen im Auge<\/h4>\n\n\n\n<p> Auf der Netzhaut des Luchses gibt es wie bei allen S\u00e4ugetieren zwei verschiedene Zelltypen: St\u00e4bchen und Z\u00e4pfchen. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li class=\"wp-block-stackable-icon-list-item stk-block-icon-list-item stk-block stk-5748cd2\" data-block-id=\"5748cd2\"><div class=\"stk-block-icon-list-item__content\"><span class=\"stk--svg-wrapper\"><div class=\"stk--inner-svg\"><svg aria-hidden=\"true\" width=\"32\" height=\"32\"><use xlink:href=\"#stk-icon-list__icon-svg-def-undefined\"><\/use><\/svg><\/div><\/span><span class=\"stk-block-icon-list-item__text\"> St\u00e4bchenzellen funktionieren bei sehr geringer Helligkeit, k\u00f6nnen aber keine Farben erkennen.<\/span><\/div><\/li>\n\n\n\n<li class=\"wp-block-stackable-icon-list-item stk-block-icon-list-item stk-block stk-282e22d\" data-block-id=\"282e22d\"><div class=\"stk-block-icon-list-item__content\"><span class=\"stk--svg-wrapper\"><div class=\"stk--inner-svg\"><svg aria-hidden=\"true\" width=\"32\" height=\"32\"><use xlink:href=\"#stk-icon-list__icon-svg-def-undefined\"><\/use><\/svg><\/div><\/span><span class=\"stk-block-icon-list-item__text\"> Z\u00e4pfchenzellen sind wiederum notwendig f\u00fcr die Farberkennung. <\/span><\/div><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p> Da Luchse nachtaktiv sind, verwundert es nicht, dass bei ihnen die St\u00e4bchenzellen dominieren. Das Verh\u00e4ltnis von St\u00e4bchen und Z\u00e4pfchen betr\u00e4gt 63:1. Im Vergleich dazu liegt es beim Menschen nur bei 20:1.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Tapetum lucidum<\/h4>\n\n\n\n<p>Dabei handelt es sich um eine reflektierende Schicht, die hinter der Netzhaut liegt. Licht, das auf die Netzhaut f\u00e4llt, wird von ihr wie von einem Spiegel reflektiert, so dass es noch einmal von den Sinneszellen erfasst werden kann. <br>Dadurch wird das Bild der Umgebung aufgehellt. Da die reflektierten Strahlen jedoch nicht mehr die gleichen Sinneszellen treffen, wird die Sch\u00e4rfe des Bildes allerdings geringer. <br>Die Tapetum lucidum ist auch der Grund daf\u00fcr, dass die Augen der Tiere im Scheinwerferlicht ein gelbgr\u00fcnes Licht zur\u00fcckstrahlen. Deshalb werden Reflektoren gemeinhin auch als Katzenaugen bezeichnet. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Farbsehen der Augen ist hingegen schlechter ausgepr\u00e4gt, da sie  nur zwei verschiedene Typen von Z\u00e4pfchenzellen besitzen, menschliche Augen im Vergleich dazu aber drei. Folglich k\u00f6nnen sie auch weniger Farben als der Mensch erkennen, n\u00e4mlich nur gr\u00fcn und blau. <br>Was zun\u00e4chst als Nachteil erscheint, ist in der D\u00e4mmerung aber von Vorteil, da die Tiere so mehr Graut\u00f6ne unterscheiden k\u00f6nnen. Unter allen Carnivoren ist das dreidimensionale Sehen bei Katzen am weitesten entwickelt. Durch die nach vorne gerichteten, eng zusammenger\u00fcckten und weit oben im Sch\u00e4del sitzenden Augen ergibt sich eine starke \u00dcberschneidung der Sehachsen (120 Grad). Dadurch k\u00f6nnen Katzen Entfernungen sehr gut einsch\u00e4tzen. Dar\u00fcber hinaus ist aber auch das periphere Sehen (Sehen  ausserhalb des Fixationspunktes) sehr gut ausgepr\u00e4gt. <br>Insgesamt betr\u00e4gt  das Gesichtsfeld 180 Grad. Deshalb muss ein Luchs nur selten fokussieren, um die Umgebung nach Bewegungen abzusuchen, typischerweise sind die Augen dabei weit ge\u00f6ffnet und starren in die Ferne. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Verhaltensforscher Waldemar Lindemann konnte die Sehsch\u00e4rfe von zwei handaufgezogenen Luchsen testen. Die Tiere waren in der Lage, eine Maus auf 75 Meter, einen Hasen auf 300 Meter und ein Reh auf 500 Meter zu erkennen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Tastsinn<\/h3>\n\n\n\n<p>Luchse haben spezialisierte, ber\u00fchrungsempfindliche Haare (<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Vibrissen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vibrisse\" target=\"_blank\">Vibrissen<\/a>), die etwas dicker als normale Haare und tiefer in der Haut verankert sind. <br>Sie sitzen in fl\u00fcssigkeitsgef\u00fcllten S\u00e4ckchen, die reichlich mit Nervenbahnen durchzogen sind, so dass die kleinste Ber\u00fchrung registriert werden kann. <br>Sie sind vor allem um die Schnauze des Luchses herum angeordnet. Dar\u00fcber hinaus findet man sie auch an den Wangen, \u00fcber den Augen, unter dem Kinn und an den Vorderbeinen. Diese Tasthaare sind in der Lage, neben Ber\u00fchrungen sogar Ver\u00e4nderungen von  Luftstr\u00f6mungen zu registrieren. <br>Die von den Sinneszellen der Haarwurzeln aufgezeichneten Reize werden im Gehirn in ein r\u00e4umliches Bild umgesetzt. Dadurch wird vor allem das Jagen in der Dunkelheit unterst\u00fctzt. Wie effektiv dieses System funktioniert, zeigt sich bei blinden Tieren, die damit in der Lage sind, Hindernisse zu umgehen, ohne sie zu ber\u00fchren. <br>Beim Jagen f\u00e4chert der Luchs die Schnurrhaare auf und stellt sie kurz bevor er die Beute erreicht nach vorne. Hat der Luchs Kontakt zum Beutetier, bekommt er genaue Informationen \u00fcber dessen Bewegungen, die ihm helfen, den T\u00f6tungsbiss gezielt anzubringen. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Luchs_Gesicht.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3263\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> \u00a9 Peter S\u00fcrth <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geh\u00f6r<\/h3>\n\n\n\n<p>Luchse verf\u00fcgen \u00fcber ein ausgezeichnetes Geh\u00f6r, das sie in die Lage versetzt, noch im Bereich zwischen 65 und 70 kHz T\u00f6ne wahrzunehmen. Dies liegt weit oberhalb des menschlichen H\u00f6rverm\u00f6gens, das bei 15 bis 20 Kilohertz endet. Dadurch k\u00f6nnen sie noch die leisen Laute von kleinen Nagern im Ultraschallbereich zwischen 20 bis 50 kHz registrieren.<br>Die Ohren des Luchses lassen sich unabh\u00e4ngig voneinander in einem weiten Radius drehen. Die Tiere k\u00f6nnen so ihre Beutetiere akkustisch lokalisieren und selbst in der Nacht gezielt anspringen. Dar\u00fcber hinaus dienen sie auch zur Verst\u00e4rkung der  Ger\u00e4usche. <br>Das gute Geh\u00f6r der Luchse versetzt sie in die Lage, das Rascheln einer Maus und das Knabbern eines Hasen an einem Zweig noch aus einer Entfernung von 65 Metern zu h\u00f6ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem Versuch mit einer Trillerpfeife konnte ein Luchs den Ton noch aus 4,5 Kilometern Entfernung wahrnehmen, ein Hund aus 2,8 Kilometern und ein Mensch nur aus 2,4 Kilometern. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nase<\/h3>\n\n\n\n<p>Auch der Geruchssinn des Luchses ist gut ausgebildet, spielt jedoch beim Beuteerwerb eine weitaus geringere Rolle als z. B. bei W\u00f6lfen. Vielmehr dient er ihnen eher zur Kommunikation mit Artgenossen als zur Jagd. So registriert er etwa \u00fcber Urinmarkierungen, ob andere Luchse in der N\u00e4he sind. Anhand des Uringeruchs erkennt ein Luchsm\u00e4nnchen sogar, ob ein Weibchen paarungsbereit ist.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Gebiss<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zur Familie der Hunde charakterisiert die der Katzen ihre eher rundliche, verk\u00fcrzte Gesichtsform, in deren relativ kleinem Kiefer nur bis zu 30 Z\u00e4hne Platz haben (Hunde verf\u00fcgen im Vergleich \u00fcber 42 Z\u00e4hne). Das Gebiss der Luchse ist jedoch hervorragend an die Lebensweise als Beutegreifer angepasst. Es besitzt stark verl\u00e4ngerte Eckz\u00e4hne, die bei der Jagd als Fangz\u00e4hne zum Erlegen der Beute eingesetzt werden. Charakteristisch f\u00fcr Beutegreifer sind ausserdem zwei scharfe Reissz\u00e4hne, die sogenannte Brechschere, in jeder der beiden Kieferh\u00e4lften. Mit diesen Backenz\u00e4hnen sind die Luchse in der Lage, R\u00f6hrenknochen mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimeter durchzubeissen. <\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Stimme<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Der Ruf des Luchses w\u00e4hrend der Ranzzeit (Februar\/M\u00e4rz) ist ein hohes kreischendes Geheul, das in einem Murren endet.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings ist dieser Ruf dem des Fuchses oder dem so genannten Bellen eines Rehs zum Verwechseln \u00e4hnlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb ist der Luchsruf als Nachweis eher ungeeignet. Allenfalls kann durch Ortung der Laute ein Fundort mit weiteren Nachweisen wie Spuren oder Risse ausgemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/ruf-des-luchsesheurich-1.mp3\"><\/audio><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ruf des Luchses<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/luchs.mp3\"><\/audio><figcaption class=\"wp-element-caption\">Typisches Knurren w\u00e4hrend der Ranz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Lebensraum<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>In der Regel leben Luchse dort, wo sich ihre Beute, haupts\u00e4chlich <a href=\"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/jagd\/unser-wild\/das-reh\/\" data-type=\"page\" data-id=\"427\" class=\"rank-math-link\">Rehe<\/a><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Rehe  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/jagen.blog\/2018\/10\/02\/waldbewohner-das-reh\/\" target=\"_blank\"> <\/a>und G\u00e4msen, aufh\u00e4lt, wo sie sich verstecken und ihre Jungen aufziehen k\u00f6nnen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Der Luchs mag Gebiete die viel Schutz- und Unterschlupfm\u00f6glichkeiten bietet. Das k\u00f6nnen H\u00f6hlen und nat\u00fcrliche Unterschlupfe im Wald sein, aber auch steinigeres Terrain. L\u00e4sst es die Felsstruktur zu, kommt der Luchs auch bis weit \u00fcber die Baumgrenze vor &#8211; in den Karpaten wurden sie sch\u00f6n in einer H\u00f6he von \u00fcber 2000 Meter beobachtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seinen kraftvollen Hinterbeinen kann der Luchs weit und hoch springen und dank grossfl\u00e4chiger Tatzen kommt es auch bei hohen Schneelagen noch gut zurecht. Anders als der Wolf kann der Luchs seine Beute nicht bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung hetzen, sondern setzt auf \u00dcberraschungsangriffe aus der Deckung heraus, wobei das individuell recht unterschiedlich gemusterte und gef\u00e4rbte Fell hilft. Haben Luchse einen <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Riss (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/jagen.blog\/2019\/06\/21\/rissbilder-was-sagen-sie-uns\/\" target=\"_blank\">Riss<\/a>, bleiben sie einige Tage am gleichen Ort, dann ziehen sie innerhalb ihres Reviers weiter, das im Falle der Kuder 150 bis 400 Quadratkilometern gross ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Problem &#8218;Zerschneidung des Lebensraumes&#8216;<\/h3>\n\n\n\n<p>Die r\u00e4umliche Trennung der Luchspopulationen in der Schweiz und Europas durch Verkehrs- und Siedlungsstrukturen verursacht ein massives Problem. Sie erschwert oder verhindert den Kontakt von M\u00e4nnchen und Weibchen w\u00e4hrend der Paarungszeit. Jungluchse stehen vor der schwierigen Aufgabe, aus dem Revier ihrer Mutter abzuwandern und sich ein eigenes zu suchen. Je zahlreicher, je massiver solche als Barrieren wirkenden Strukturen den Tieren im Weg stehen, desto gr\u00f6sser ist die Wahrscheinlichkeit, dass die einzelnen Populationen voneinander isoliert bleiben. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese r\u00e4umliche Trennung nennt man auch Fragmentierung. Da die Luchse dann nur Zugang zu Partnern ihrer unmittelbaren N\u00e4he haben, steigt die Gefahr von Inzucht, also der Paarung miteinander verwandter Luchse, und damit die Gefahr genetischer Verarmung. Die Folgen von Inzucht sind vermehrte Unfruchtbarkeit, Fr\u00fchgeburten oder h\u00e4ufiges Auftreten von Erbkrankheiten. <\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Verhalten<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Der Luchs ist ein Einzelg\u00e4nger und lebt territorial. Die K\u00e4tzin verteidigt ihr Revier gegen andere Luchsweibchen &#8211; Kuder verteidigen es gegen andere Luchsm\u00e4nnchen. Die Territorien von Kuder und K\u00e4tzin \u00fcberlappen sich, wobei das des Kuders etwa doppelt so gross ist wie das der K\u00e4tzin. Die Gr\u00f6sse der Reviere h\u00e4ngt vom Nahrungsangebot und der Populationsdichte ab, sie erstrecken sich von mehreren Dutzend bis mehreren Hundert Quadratkilometern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Luchs kann zu allen Tageszeiten aktiv sein, gejagt wird jedoch mehrheitlich in der D\u00e4mmerung. Meist ruht er mit frischer Beute im Tageslager, frisst am Abend und streift in der Nacht umher, bevor er am Morgen wieder in sein Lager zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Luchs ist ein Prischj\u00e4ger. Durch Anschleichen und Lauern gelangt er nahe an die Beute die er dann mit einem \u00dcberraschungsangriff erlegt. Gelingt Ihm dies nicht auf Anhieb, wird die Beute nur kurz verfolgt.<br>Sein Opfer greift er mit den Krallen der Vorderpranken und t\u00f6tet es mit einem gezielten Kehlbiss.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e4nnchen und Weibchen begegnen sich gelegentlich, sie leben aber dennoch getrennt. Nur w\u00e4hrend der Ranz verbringen sie l\u00e4ngere Zeit miteinander.<br>Luchsweibchen ziehen die Jungen alleine gross. Die Familie lebt die ersten 10 Wochen &#8211; bis zur folgenden Ranz &#8211; zusammen. Nach der S\u00e4ugezeit begleitet der Nachwuchs seine Mutter auf den Streifz\u00fcgen. Durch Markieren zeigt diese dem M\u00e4nnchen, wann sie erneut paarungsbereit ist.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Trittsiegel<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Trittsiegel.png?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3244\" style=\"width:684px;height:455px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trittsiegel des Luchses<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Spur1.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3245\" style=\"width:500px;height:375px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Luchsspur im Schnee<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Ern\u00e4hrung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Als reine Fleischfresser verzehren Luchse t\u00e4glich rund zwei Kilogramm Fleisch &#8211; dies entspricht pro Woche rund einem Reh oder einer G\u00e4mse. Pro Jahr ben\u00f6tigt ein erwachsenes Tier also rund 60 Rehe.<\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise frisst ein Luchs an einem Riss w\u00e4hrend 3 bis 7 Tagen. Wird er nicht gest\u00f6rt, so l\u00e4sst er vom Beutetier nur das Fell, die grossen Kochen, Kopf sowie den Magen-Darm-Trakt \u00fcbrig (Siehe auch diesen Artikel <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Rissbilder (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/jagen.blog\/2019\/06\/21\/rissbilder-was-sagen-sie-uns\/\" target=\"_blank\">Rissbilder<\/a>).<br>Oft bleiben die Laufknochen an den Gelenken unzertrennt, d.h. sie h\u00e4ngen noch zusammen, und die Knochen selbst sind von der rauen Katzenzuge blank geleckt. Typisch f\u00fcr den Luchsriss ist die von hinten nach vorne umgest\u00fclpte Haut des Beutetieres!<br>Im Gegensatz zu Fuchs und Hund l\u00e4sst der Luchs den Verdauungstrakt immer unber\u00fchrt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Luchs_Reh.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-2866\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vom Luchs gerissenes Reh. Das Tier wurde in mehreren N\u00e4chten vollst\u00e4ndig genutzt. <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Wie alle Katzenartigen weist der Luchs im Vergleich zu den Hundeartigen (Fuchs oder Wolf etc.) einen verk\u00fcrzten Ober- und Unterkiefer auf. Dadurch erh\u00e4lt der Biss mehr Kraft, was dem Luchs erlaubt, gr\u00f6ssere Beutetiere durch einen einzigen gezielten Biss in die Kehle zu t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Jagdverhalten<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Luchse beanspruchen grosse Reviere f\u00fcr sich, in denen sie leben, jagen und den Nachwuchs aufziehen. Ein solches Revier kann zwischen 50 und 400 Quadratkilometer gross sein, das sind bis zu 40.000 Hektar. Dabei h\u00e4ngen Reviergr\u00f6sse und die Dichte der Luchspopulation eng mit dem Beutetierangebot zusammen. Die grossen Gebiete braucht der Luchs deshalb, um regelm\u00e4ssig erfolgreich Beute machen zu k\u00f6nnen. Dabei sind die Reviere der m\u00e4nnlichen Luchse deutlich gr\u00f6sser als die der Weibchen. Sie \u00fcberlappen oft bis zu drei Weibchenreviere. Der Kuder kann sich mit allen Weibchen, die in seinem Revier leben, paaren. Ob das eher die Regel oder die Ausnahme ist, ist noch nicht bekannt. Findet ein Luchs in seinem Revier nicht gen\u00fcgend Beutetiere, muss er sein Revier vergr\u00f6ssern oder eventuell gar abwandern, anderenfalls droht ihm der Hungertod. \u00dcberdies beeinflusst das Nahrungsangebot, ob und wie viel Nachwuchs \u00fcberlebt. Fehlt es an Futter, um zwei Junge zu versorgen, \u00fcberlebt vielleicht nur eines von beiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Luchs geht bevorzugt in der D\u00e4mmerung oder nachts auf die Jagd. Seine Augen und sein empfindliches Geh\u00f6r sind ihm dabei von grossem Nutzen. Nicht weniger kommt ihm seine exzellente Tarnkunst zugute, ist doch der Luchs ein Pirsch- und Lauerj\u00e4ger. M\u00f6glichst aus der Deckung n\u00e4hert er sich schleichend seiner Beute, um sie dann mit einem kurzen, schnellen Sprint und einem gezielten Biss in die Kehle zu \u00fcberw\u00e4ltigen. <\/p>\n\n\n\n<p><br>Der Luchs hetzt seine Beute nicht \u00fcber gr\u00f6ssere Distanz. Zwar kann er auf kurzer Strecke schnell sprinten, ein ausdauernder L\u00e4ufer ist der Luchs aber nicht. Darum muss er sich auf seine Tarnung verlassen k\u00f6nnen, um unbemerkt so nah wie m\u00f6glich an seine Beute heranzukommen. Dies gl\u00fcckt allerdings nicht immer. Je \u00f6fter er jagt, desto vorsichtiger und misstrauischer wird seine Beute und desto seltener gelingt es ihm, Beute zu machen. Um dauerhaft erfolgreich zu sein, wechselt der Luchs darum die Jagdgebiete innerhalb seines Reviers. <br>Diese Jagdstrategie nennt man auch Intervalljagd. <\/p>\n\n\n\n<p>Hat der Luchs seine Beute zur Strecke gebracht, was ihm h\u00e4ufig mit einem gezielten Biss in die Kehle gelingt, beginnt er meistens am Hinterbein \u2013 der Keule \u2013 des Beutetiers zu fressen. <br>Wenn er nicht gest\u00f6rt wird, kehrt er mehrere N\u00e4chte lang zu seinem Riss zur\u00fcck, bis dieser schliesslich fast komplett verwertet ist. Zwischen den Mahlzeiten versteckt er seine Beute typischerweise unter einer Schicht Laub, Erde, Gras oder Schnee. Auf diese Weise versucht er zu vermeiden, dass sich Aasfresser wie F\u00fcchse oder V\u00f6gel seiner Beute bem\u00e4chtigen. <br>Bis auf den Kopf, das Skelett und das Fell wird alles gefressen. An einem Reh labt sich ein ausgewachsener Luchs meist mehrere Tage. Meist k\u00f6nnen erfahrene, geschulte Personen anhand charakteristischer Merkmale an <a href=\"https:\/\/jagen.blog\/2019\/06\/21\/rissbilder-was-sagen-sie-uns\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"frischen Rissen (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">frischen Rissen<\/a> ablesen, ob ein Luchs oder ein anderer Beutegreifer das Tier erjagt hat.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Beutetiere<\/h4>\n\n\n\n<p>Bis zu 90 Prozent bestimmen Rehe das Nahrungsspektrum unserer  heimischen Luchse. <\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings kann das Nahrungsangebot je nach Region schwanken. Luchse in der Schweiz beispielsweise fressen auch G\u00e4msen, und die Luchse im Norden Skandinaviens ern\u00e4hren sich fast nur von den dort lebenden Rentieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie andere Tiere sind Luchse Nutzniesser von Gelegenheiten, und so stellen insbesondere unvorsichtige Tiere einen wichtigen Teil seiner Beute dar. Mitunter stehen junge Rotwildk\u00e4lber oder Wildschwein-Frischlinge auf dem Speiseplan. Ansonsten erbeuten Luchse auch gelegentlich Hasen, F\u00fcchse, kleinere S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel. M\u00f6gliche, aber seltene Ausnahmen sind Risse von Haus- und Nutztieren wie Schafe oder Ziegen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ausgewachsenen Wildschweinen geht der Luchs aus dem Weg. Auch Frischlinge machen nur einen sehr geringen Teil der Beute von Luchsen aus. Das t\u00f6dliche Risiko, mit der Mutter, auch Bache genannt, aneinander zugeraten, will der Luchs vermeiden.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Losung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Luchskot_mit_Massstab_ok.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3250\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Luchs Losung<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Fortpflanzung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Einmal im Jahr, in der sogenannten Ranzzeit, kommen der m\u00e4nnliche Luchs, der Kuder, und die Katze zusammen, um sich zu paaren. W\u00e4h-rend sich die M\u00e4nnchen erst im Alter von drei Jahren zum ersten Mal paaren, erreichen Weibchen schon mit zwei Jahren, in Ausnahmef\u00e4llen sogar mit einem Jahr, die Geschlechtsreife und k\u00f6nnen Junge geb\u00e4ren.<br><br>In der Ranzzeit durchstreift der Kuder sein Revier auf der Suche nach einer oder mehreren Katzen. Am Geruch des Urins erkennt der m\u00e4nnliche Luchs, wann das Weibchen paarungsbereit ist. <br>Deren Empf\u00e4ngnisbereitschaft dauert nur ca. vier bis sieben Tage. Um den Eisprung nicht zu verpassen, bleibt das M\u00e4nnchen meist in unmittelbarer N\u00e4he des Weibchens. In dieser Zeit paaren sich die Tiere mehrfach. <br>W\u00e4hrend der Ranzzeit, zwischen Februar und April, machen die Luchse oft durch laute Rufe auf sich aufmerksam. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Paarung gehen Kuder und Katze wieder getrennte Wege. Geburt und Aufzucht sind allein Sache des Weibchens.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video aligncenter\"><video controls preload=\"auto\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Schrille-Luchsschreie-zur-Paarungszeit-National-Geographic-1.mp4\"><\/video><figcaption> <strong>Schrille Luchsschreie zur Paarungszeit<\/strong><br>F\u00fcr die Kanadischen Luchse beginnt die Paarungszeit, wenn der Fr\u00fchling den subarktischen Winter abl\u00f6st. <br>Wenn sich zu dieser Zeit zwei M\u00e4nnchen begegnen, kann es zu regelrechten Schreik\u00e4mpfen kommen. <br><br> \u00a9 Nationalgeographic <br><br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen, zwischen Mai und Juni, bringt die Katze in der Regel zwei Jungtiere zur Welt, die bei der Geburt noch blind sind und 250 bis 300 Gramm wiegen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Geburt sucht sich die Luchsin einen sicheren und trockenen Unterschlupf, kleine H\u00f6hlen unter Felsvorspr\u00fcngen etwa oder Wurzelst\u00f6cke umgest\u00fcrzter B\u00e4ume. Nach rund 16 Tagen \u00f6ffnen die Jungtiere zum ersten Mal ihre Augen und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Zu Anfang werden sie noch von ihrer Mutter ges\u00e4ugt, die den Wurfplatz nur f\u00fcr kurze Zeit verl\u00e4sst. F\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Monate bleiben die Jungtiere bei der Mutter. In dieser Zeit noch \u00fcbernimmt sie h\u00e4ufig die Jagd f\u00fcr ihren Nachwuchs. Die Jungen warten, bis die Luchsin wieder zur\u00fcckkehrt und sie zum Riss f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/pa_luchsjungtier2_animal_detail_801.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3278\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Luchs mit Jungem<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Luchsjunge haben bereits nach sechs Monaten 80 Prozent ihrer K\u00f6rpergr\u00f6sse erreicht. Aber erst nach etwa zwei Jahren ist das K\u00f6rperwachstum vollst\u00e4ndig abgeschlossen. <\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Luchswelpe.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3261\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">   Quelle: VDN\/Rosemarie Zoglauer   <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Zwischen M\u00e4rz und April, in der Ranzzeit des darauffolgenden Jahres, werden die Jungtiere von ihrer Mutter verlassen. Sie begeben sich dann auf die Suche nach einem eigenen Revier. Dabei handelt es sich um einen nat\u00fcrlichen Vorgang. L\u00fccken in der Verbreitung der Luchse werden so geschlossen, der genetische Austausch innerhalb der Population gef\u00f6rdert. <br><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Suche nach einem unbesetzten Revier legen die Tiere unterschiedlich weite Wege zur\u00fcck. Junge M\u00e4nnchen wandern zwischen zehn und 450 Kilometer, w\u00e4hrend Weibchen eine Tendenz besitzen, sich in der N\u00e4he ihrer M\u00fctter niederzulassen. Luchse sind damit relativ schlecht im Erschliessen neuer Lebensr\u00e4ume. Ihre Strategie liegt eher darin, Kontakt zu benachbarten Luchsen zu halten. <\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Population<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Ein Junger, selbst\u00e4ndig gewordener Luchs hat nur geringe \u00dcberlebenschancen wenn er nicht innerhalb eines Jahres ein eigenes Revier besetzen kann. Die meisten Jungtiere sterben schon, wenn sie noch bei der Mutter sind oder im ersten Jahr ihrer Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ufigste Todesursache ist menschlicher Einfluss, sprich Verkehr oder Wilderei. <\/p>\n\n\n\n<p>Weil sich Rehe und G\u00e4msen bei Anwesenheit von Luchsen vorsichtiger Verhalten und darum schwieriger zu bejagen sind, bedeutet die noch nicht, dass ihr Bestand gesunken ist. Erst bei hohen Luchsdichten kann die Zahl der Beutetieren deutlich abnehmen.<br>In Folge des dadurch sinkenden Nahrungsangebotes wird sich die Luchspopulation jedoch wieder verringern.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Konflikte<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luchs und Weidetiere &#8211; ein kalkulierbares Risiko<\/h3>\n\n\n\n<p>Skepsis gegen\u00fcber dem Luchs ist z. B. bei einigen Nutztierhaltern an-zutreffen. Prinzipiell sind Luchse in der Lage, Weidevieh wie Schafe, Ziegen oder Gehegewild wie etwa Damwild zu erbeuten, v. a. wenn diese nachts ungesch\u00fctzt auf der Weide bleiben. Die Sorgen und \u00c4ngste betroffener Halter sind also durchaus nachvollziehbar. Luchse sind gute Kletterer. Sie k\u00f6nnen Z\u00e4une \u00fcberwinden und auf Weiden eindringen, wenn die nicht ausreichend gesichert sind. Erfahrungen zeigen aber, dass \u00dcbergriffe von Luchsen auf Schafe, Ziegen und Gehegewild selten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit modernen Elektroz\u00e4unen, der Elektrifizierung von Gehegen und gegebenenfalls Herdenschutzhunden lassen sich solche \u00dcbergriffe heute weitgehend vermeiden und so die Interessen von Nutztierhaltern mit dem Schutz des Luchses in Einklang bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Sch\u00e4den an Haustieren durch den Luchs spielen in der Schweiz nur eine untergeordnete Rolle, da nur wenige Tiere dem Luchs zum Opfer fallen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Luchse und die J\u00e4gerschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Einige J\u00e4ger bef\u00fcrchten, dass die Jagd auf Rehe schwerer wird, wenn Luchse in der N\u00e4he sind oder Luchse den Rehbestand nachhaltig dezimieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Ob die erh\u00f6hte Vorsicht des Rehwilds gegen\u00fcber dem Luchs dazu f\u00fchrt, dass es Wiesen oder andere Freifl\u00e4chen meidet, auf denen der Mensch jagt, ist jedoch noch nicht belegt. Auch das Gegenteil ist denkbar. <br>Auf Freifl\u00e4chen kann das Rehwild den Beutegreifer eher entdecken und vor ihm fl\u00fcchten. <\/p>\n\n\n\n<p>Hinzukommt die Jagdstrategie des Luchses. Als Intervallj\u00e4ger in bis zu 40.000 Hektar grossen Streifgebieten ist sein Einfluss auf die Anzahl seiner Beutetiere bezogen auf die Reviere der J\u00e4ger eher gering. Lokal \u2013 beispielsweise in Gebieten, in denen Weibchen ihre Jungen grossziehen \u2013 kann es aber zu Einfl\u00fcssen kommen, die f\u00fcr die regionale J\u00e4gerschaft sp\u00fcrbar werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Begegnungen mit dem Luchs<\/h3>\n\n\n\n<p>Einem Luchs in der freien Wildbahn zu begegnen, ist ein seltener Gl\u00fccksfall, obwohl sie durchaus in unseren Kulturlandschaften unterwegs sind und deren Strukturen nutzen. <br>Sie sind ausserordentlich heimlich und Meister der Tarnung, sodass man sie kaum zu Gesicht bekommt. \u00dcberdies gehen Luchse in aller Regel Menschen aus dem Weg.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Luchs_Getarnt.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3276\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Meister der Tarnung und des Anschleichens<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Krankheiten<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Die h\u00e4ufigste Krankheit, die den Luchs heimsucht, ist die von F\u00fcchsen \u00fcbertragene R\u00e4ude. Dabei legen Milben in der Haut der betroffenen Tiere G\u00e4nge an, und die sich entwickelnden Larven l\u00f6sen einen Juckreiz aus. Dieser ist so stark, dass sich die Tiere beim Kratzen offene Wunden zuf\u00fcgen. Die Verletzungen f\u00fchren meist innerhalb weniger Monate zum Tod der Tiere. <\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Ansprechen und Altersbestimmung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>In der Natur l\u00e4sst dich weder Alter noch Geschlecht eines einzelnen Luchses mit Sicherheit bestimmen. Einzig bei einer F\u00fchrenden K\u00e4tzin in Begleitung ihres Jungen bringt Klarheit \u00fcber das Geschlecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Luchse haben individuell gefleckte Felle was das Unterscheiden auf Fotos gut erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n<\/div><\/div>\n\n\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Bejagung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n\n\n\n<p>Der Luchs ist ganzj\u00e4hrig gesch\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Illegale T\u00f6tung<\/h3>\n\n\n\n<p>Illegale T\u00f6tungen sind eine der Hauptgef\u00e4hrdungsursachen f\u00fcr Luchse. Obwohl diese Tiere heute streng gesch\u00fctzt sind werden immer wieder gewilderte Tiere gefunden. Was an diesem Sachverhalt st\u00f6rt ist die Tatsache, dass diese Tiere nicht in der Eidg. Jagdstatistik erfasst sind!<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"1024\" width=\"945\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/fallwild-detail-luchs-ga-945x1024.png?resize=945%2C1024&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3270\" style=\"width:709px;height:768px\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&#8218;Daten nicht erhoben&#8230;&#8216;<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Was man in der Jagdstatistik an toten Luchsen findet, f\u00e4llt unter die Rubrik &#8218;Daten nicht erhoben&#8216; &#8211; seltsam&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Zweifel, die Akzeptanz von Luchsen, denen man ein Existenz-recht hierzulande zugesteht, ist in der Bev\u00f6lkerung gewachsen. F\u00fcr die meisten Menschen ist der Luchs heute ein Sympathietr\u00e4ger. Aber richtig ist auch, dass es noch immer Menschen gibt, die im Luchs einen Konkurrenten oder eine potenzielle Gefahr sehen. <\/p>\n\n\n<\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Luchs z\u00e4hlt &#8211; neben B\u00e4r und Wolf &#8211; zu den gr\u00f6ssten Landraubtieren in Europa, wird er nicht als Bedrohung f\u00fcr den Menschen angesehen. Einleitung Wir Menschen haben den Luchs in der Schweiz einst ausgerottet \u2013 jetzt ist es unsere Verantwortung, ihm in unseren W\u00e4ldern wieder eine Heimat zu bieten. 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Einleitung Wir Menschen haben den Luchs in der Schweiz einst ausgerottet \u2013 jetzt ist es unsere Verantwortung, ihm in unseren W\u00e4ldern wieder eine Heimat zu bieten. Seit den 1970ern versucht man nun, die Wildkatze in den Alpenraum zur\u00fcckzuholen. In der Schweiz, wo die Wiederansiedlung am erfolgreichsten war, leben mittlerweile 150 Tiere. Im Jura und in den Nordwestalpen sind die Populationen heute sogar so gross, dass sie genutzt werden k\u00f6nnen, um die Best\u00e4nde andernorts, etwa in Italien&hellip;<\/p>\n","category_list_v2":"","author_info_v2":{"name":"Peter Treier","url":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/author\/peter-treier\/"},"comments_num_v2":"0 comments","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/464","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=464"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3265,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/464\/revisions\/3265"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/365"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/media\/394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}