{"id":531,"date":"2021-06-12T16:11:30","date_gmt":"2021-06-12T16:11:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/?page_id=531"},"modified":"2021-08-11T15:23:17","modified_gmt":"2021-08-11T13:23:17","slug":"der-wolf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/die-jagd\/unser-wild\/der-wolf\/","title":{"rendered":"Der Wolf"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"891\" height=\"320\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-2.jpg?resize=891%2C320&#038;ssl=1\" alt=\"Wolf\" class=\"wp-image-396\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-2.jpg?w=891&amp;ssl=1 891w, https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-2.jpg?resize=300%2C108&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/www.revier67.ch\/solothurn\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Titel-2.jpg?resize=768%2C276&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 891px) 100vw, 891px\" \/><\/figure>\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote\">\n<p>Der Wolf ist ein hochentwickeltes und extrem anpassungsf\u00e4higes Raubtier. Sie leben in einem Familienverband und haben ein ausgepr\u00e4gtes Sozialverhalten. Sie waren bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Landraubtier der Erde.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2 id=\"mce_0\">Einleitung<\/h2>\n<p>Einst bev\u00f6lkerte der Wolf die ganze Nordhalbkugel. In Folge direkter Nachstellung, fehlender Beutetiere und der extremen Entwaldung im 19. Jahrhundert war er aus der ganzen Schweiz verschwunden.<\/p>\n<p>Der letzte Wolf in der Schweiz wurde 1872 im Kanton Tessin geschossen.<br>Die einzige Wolfspopulation in Europa \u00fcberlebte in der italienischen Abruzzen.<\/p>\n<p>Im den 1970er Jahren wurde der Wolf in Italien unter Schutz gestellt. Dank dieser Massnahme konnte sich der Wolf langsam wieder nach Norden ausbreiten.<\/p>\n<p>Die ersten W\u00f6lfe kehrten im Jahre 1995 in die Schweizer Alpen zur\u00fcck. Heute geht man von 10 bis 20 Tieren aus, die dauernd in der Schweiz leben.<\/p>\n<p>Einige der W\u00f6lfe verursachten Sch\u00e4den an Nutztieren und wurden aus diesem Grund von den Beh\u00f6rden zum Abschuss freigegeben.<\/p>\n<div class=\"su-accordion su-u-trim\"><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Steckbrief<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-fixed-layout\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Gewicht (Lebendgewicht)<\/td>\n<td>R\u00fcden 30 \u2013 80kg <br>W\u00f6lfin 23 \u2013 55kg<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Paarungszeit (Ranz) <\/td>\n<td>Januar bis M\u00e4rz<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Tragzeit<\/td>\n<td>2 Monate<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wurfzeit<\/td>\n<td>Ende M\u00e4rz<br>3 bis 8 blinde und taube Welpen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>S\u00e4ugezeit<\/td>\n<td>6 bis 8 Wochen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nahrung<\/td>\n<td>Fleisch, aber auch Fr\u00fcchte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Nat\u00fcrlicher Beutegreifer<\/td>\n<td>keine<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verbreitungsgebiet<\/td>\n<td>Im Alpen- und Voralpenraum<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Jagdsprachliche Bezeichnungen<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-fixed-layout\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Erwachsene Tiere <\/td>\n<td>R\u00fcde \u2642 F\u00e4he \u2640 <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Jungtiere<\/td>\n<td>Welpen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Tiergruppe<\/td>\n<td>Rudel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Paarungszeit<\/td>\n<td>Ranz<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Sinne<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der Wolf sieht nicht scharf aber er hat ein sehr gutes Bewegungssehen.<\/p>\n<p>Er kann auch in der Nacht ausgezeichnet sehen und hat einen   Blickwinkel von 250\u00b0. Menschen haben dagegen einen Blickwinkel von 180\u00b0. <\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"398\" width=\"1024\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Sichtwinkel_web-1024x398.jpg?resize=1024%2C398&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1888\"><\/figure>\n<\/div>\n<p>Der Wolf kann hervorragend riechen: seine Artgenossen und Beutetiere riecht er auf bis zu 2 Kilometern Entfernung.<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Lebensraum<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der Wolf ist sehr anpassungsf\u00e4hig an seine Umgebung. Grunds\u00e4tzlich meidet er Lebensr\u00e4ume in denen er vom Menschen gest\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Gebiete in denen der Hirsch ans\u00e4ssig ist werden vom Wolf gerne zur Besiedelung genutzt. Gelegentlich leben W\u00f6lfe auch in Siedlungsn\u00e4he oder auf landwirtschaftlichem Kulturland. Sie f\u00fchren aber ein sehr heimliches Leben und fallen meist erst dann auf, wenn Sch\u00e4den an Nutztieren auftreten.<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Verhalten<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<h3>Das Rudel<\/h3>\n<h4>Regeln des Rudels&nbsp;<\/h4>\n<p class=\"has-text-align-center has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Respect the elders.<br>Teach the young.<br>Cooperate with the pack.<br>Play when you can.<br>Hunt when you must.<br>Rest in between.<br>Share your affections.<br>Voice your feelings.<br>Leave your mark.<\/p>\n<p><em>by Del Goetz \u00a9&nbsp;1988<\/em><\/p>\n<p>W\u00f6lfe sind sehr soziale Tiere und leben in einem klar strukturierten Familienverband. Die Rudel in der Schweiz sind \u00fcblicherweise klein.<\/p>\n<p>Die prim\u00e4re Funktion des Rudels ist das Sicherstellen des \u00dcberlebens der Art durch erfolgreiche Aufzucht der Welpen. Die ist jedoch nur dann m\u00f6glich wenn gen\u00fcgend Nahrung zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Ein Rudel besteht in der Natur normalerweise aus den Eltern und den Welpen und Jungtieren aus den letzten 1-2 Jahren.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/csm_Wolfsrudel2_Erich_Thielscher_b43b181b97.jpg?resize=580%2C383&#038;ssl=1\" alt=\"Wolf\" class=\"wp-image-1902\" width=\"580\" height=\"383\"><\/figure>\n<\/div>\n<p>Jungw\u00f6lfe bleiben meist bis zum erreichen der Geschlechtsreife &#8211; mit 10-22 Monaten, meist mit knapp 2 Jahren &#8211; im Rudel und helfen bei der Aufzucht der Welpen mit. Mit erreichen der Geschlechtsreife verlassen sie das Rudel und legen auf der Suche nach einer Partnerin oft sehr weite Strecken zur\u00fcck um in einen neuen Territorium eine eigene Familie zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<h4>Rudelgr\u00f6sse<\/h4>\n<p>Die Gr\u00f6sse des Rudels wird durch zwei Faktoren beeinflusst<\/p>\n<ul>\n<li>Das Nahrungsangebot.<\/li>\n<li>Die Gr\u00f6sse des Territoriums das zur Verf\u00fcgung steht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein grosses Nahrungsangebot &#8211; in anderen L\u00e4ndern auch die Gr\u00f6sse der Beutetiere (Elch, Bisons) &#8211; beg\u00fcnstigen ein grosses Rudel, da f\u00fcr jedes Rudelmitglied gen\u00fcgend Nahrung zur Verf\u00fcgung steht. Da aus diesem Grund auch weniger Konkurrenz entsteht, k\u00f6nnen solche Rudel bis 20 Tiere umfassen. Solche Rudel werden aber eher in den USA oder Kanada entstehen.<br>In Europa besteht ein Rudel im Durchschnitt aus 8 bis 10 Tieren. Durch den j\u00e4hrlichen Zuwachs und die Abwanderung bleibt der Bestand meist \u00fcber Jahre konstant.<\/p>\n<h4>Sozialstrukturen im Rudel<\/h4>\n<p>Innerhalb des Rudels gibt es sehr viele Interaktionen, es gibt richtige Begr\u00fcssungszeremonielle, wobei die rangniedrigeren Welpen und Jungw\u00f6lfe ihre rangh\u00f6heren Eltern st\u00fcrmisch begr\u00fcssen und ihre Schnauzen lecken.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Wolfsmutter-mit-ihren-Jungen.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1901\"><figcaption>W\u00f6lfin mit ihren Jungen<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<p>Die Welpen lernen von ihren Geschwistern und ihren Eltern und werden von diesen auch zurechtgewiesen.<\/p>\n<p>Die Leittiere zeigen ihren hohen sozialen Status durch \u00f6rtliche Positionen, K\u00f6rperhaltung, Mimik und kleine Gesten. Beim Liegen bevorzugen sie vielfach auch eine gr\u00f6ssere Individualdistanz (Bereich um einen Wolf, in dem er situationsbedingt keinen anderen duldet). <br>Der Leitr\u00fcde muss nicht der gr\u00f6sste und st\u00e4rkste Wolf im Rudel sein, sondern er zeichnet sich durch seine Erfahrung, Ruhe und einer gewissen \u00dcberlegenheit aus. <br>W\u00f6lfe vermeiden Aggressionen und K\u00e4mpfe nach M\u00f6glichkeit. Sie l\u00f6sen Konflikte innerhalb des Rudels vor allem mit K\u00f6rpersprache, wobei der rangniedrigere Wolf Beschwichtigungsgesten, aktive Unterwerfung (geduckte K\u00f6rperhaltung, Ohren zur\u00fcckgelegt, Lecken, Pf\u00f6teln, wedeln mit gesenkter Rute\u2026) oder passive Unterwerfung (legt sich mit eingezogener Rute auf den R\u00fccken , Ohren zur\u00fcckgelegt, Blickkontakt wird vermieden\u2026) zeigt.<\/p>\n<h3>Territorialverhalten<\/h3>\n<p>Jedes Wolfsrudel beansprucht sein eigenes Territorium, das gegen\u00fcber fremden Rudeln verteidigt wird. Die Territorialgrenzen werden mittels Urin- und Kotabsetzen markiert. <\/p>\n<p>Es muss so beschaffen sein, dass es eine geeignete Nahrungsgrundlage f\u00fcr das ganze Rudel bietet, \u00fcber eine Wasserquelle verf\u00fcgt und gen\u00fcgend R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten hat.<\/p>\n<p>Die Gr\u00f6sse des Territoriums und des Rudels ist vom Nahrungsangebot in diesem Gebiet abh\u00e4ngig. In Gebieten mit starkem Beutevorkommen kann ein Territorium 50 km2 messen, bei wenig Nahrungsangebot kann es jedoch bis zu mehreren 1000 km2 gross sein. <br>In Europa, wo in vielen Gebieten reichlich Nahrung verf\u00fcgbar ist, umfasst ein durchschnittliches Territorium ca. 200 \u2013 300 km2. <br>H\u00e4ufig befinden sich zwischen benachbarten Territorien Grenzgebiete, bei denen kein Rudel das Vorrecht besitzt. <\/p>\n<p>Diese Grenzgebiete werden oft von alleinlebenden W\u00f6lfen, die auf der Suche nach einem Partner sind durchwandert, da ihnen dort keine Gefahr droht.<br> In Gebieten mit geringer Wolfsdichte findet ein Paar rasch ein freies Territorium um eine eigene Familie zu gr\u00fcnden. Hingegen in Gebieten mit grosser Wolfspopulation oder Nahrungsknappheit haben es die W\u00f6lfe schwer sich niederzulassen. <\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Trittsiegel<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Trittsigel.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1862\"><p><\/p>\n<figcaption>Trittsiegel des Wolfes<\/figcaption>\n<\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Spurbilder<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Spurbilder_Schrittlaengen.jpg?fit=562%2C1024&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1941\" width=\"281\" height=\"512\"><\/figure>\n<\/div>\n<h4>Geschn\u00fcrter Trab<\/h4>\n<p>Diese Gangart nutzt der Wolf um lange Distanzen bei gleicher Geschwindigkeit zu \u00fcberwinden. Die Hinterpfoten werden genau in die Trittsiegel der Vorderpfoten gesetzt.<\/p>\n<p>Mehrer W\u00f6lfe laufen gerne hintereinander und treten exakt in die Spur der Vorg\u00e4ngers<\/p>\n<p>Die Schrittl\u00e4nge liegt zwischen 1.1m \u2013 1.5m<\/p>\n<h4>Schr\u00e4ger Trab<\/h4>\n<p>Im schr\u00e4gen Trab l\u00e4uft der Wolf mit einer etwas schr\u00e4ggestellten K\u00f6rperachse geradeaus.<br>Dabei setzt er die kleineren Hinterpfoten auf derselben Seite schr\u00e4g vor den Abdr\u00fccken der Vorderpfoten auf. Es entstehen Zweiergruppen von Abdr\u00fccken mit jeweils demselben Abstand dazwischen.<\/p>\n<p>Der Wolf l\u00e4uft in dieser Gangart schneller als im geschn\u00fcrten Trab.<\/p>\n<p>Die Schrittl\u00e4nge liegt zwischen 1.3m \u2013 1.8m<\/p>\n<h4>Galopp<\/h4>\n<p>Im Galopp setzen W\u00f6lfe zuerst die Vorderpfoten nacheinander auf und dann kurz nacheinander die beiden Hinterpfoten, die sie aussen an den Vorderbeinen vorbei f\u00fchren.<\/p>\n<p>Im <strong>verhaltenen Galopp<\/strong> entstehen meist Vierergruppen von Abdr\u00fccken (zuerst die beiden gr\u00f6sseren Vorderpfoten, dann die zwei kleineren Hinterpfoten).<\/p>\n<p>\nIm <strong>gestreckten Galopp<\/strong> liegen die vier Trittsiegel fast<br>\nin einer Linie hintereinander, es sind keine Vierergruppen mehr<br>\nerkennbar. Der gestreckte Galopp kann dann leicht mit dem geschn\u00fcrten<br>\nTrab verwechselt werden, die Abst\u00e4nde sind jedoch gr\u00f6sser und es gibt<br>\nkeine Doppeltrittsiegel.\n<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Jagdtechnik<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der Wolf ist \u00fcberwiegend d\u00e4mmerungs- und nachtaktiv. Bei seinen n\u00e4chtlichen Streifz\u00fcgen kann er weite Strecken zur\u00fccklegen (bis 60 km pro Nacht sind keine Seltenheit).<\/p>\n<p>W\u00f6lfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch, seltener durch Verfolgung frischer Spuren. W\u00e4hrend sie ihr Territorium auf der Suche nach Futter zumeist im Trab mit 6-8 km\/h durchstreifen, wittern sie ihre Beute \u00fcber eine Distanz von bis zu 2-3 km.<\/p>\n<p>Um ihren Energiehaushalt zu schonen und auch Verletzungen vorzubeugen, bevorzugen W\u00f6lfe, wenn sie die M\u00f6glichkeit haben, einfach zu jagende Beutetiere. W\u00f6lfe haben somit meist bei jungen, noch unerfahrenen, alten und geschw\u00e4chten oder kranken Tieren Jagderfolg. Da diese langsamer sind, k\u00f6nnen sie durch die W\u00f6lfe leichter von der Herde abgetrennt und dann einzeln gejagt werden.<\/p>\n<p>Bei gesunden und kr\u00e4ftigen Tieren haben die W\u00f6lfe eher selten eine Chance.<\/p>\n<h4>Die M\u00e4r von der Hetzjagd<\/h4>\n<p>Entgegen der Vorstellung die fr\u00fcher herrschte, ist der Wolf kein J\u00e4ger der seine Beute durch hetzen bis zur Ersch\u00f6pfung jagt. Heute weis man, dass der Wolf seine Beute eher durch kurze und schnelle Jagd \u00fcberrumpelt. Der Wolf ist dabei in der Lage Spitzengeschwindigkeiten von 60 km\/h zu erreichen!<br>L\u00e4sst sich die Beute nicht in n\u00fctzlicher Frist erreichen, gibt er auf und schont seine Energiereserven.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund jagt der Wolf nur dann,&nbsp; wenn er eine Chance auf Erfolgt hat. Trotzdem ist die Jagt nur in einem vom zehn F\u00e4llen erfolgreich und er Wolf muss oft mehrere Tage ohne Nahrung auskommen.<\/p>\n<p>Ist er jedoch erfolgreich, kann er bis 20% seines K\u00f6rpergewichtes an Fleisch hinunterschlingen &#8211; bei grossen Tieren kann das bis 10kg Fleisch sein!<\/p>\n<p>Ein Eindr\u00fcckliches Beispiel ist aus der <a href=\"https:\/\/archive.org\/details\/wolvesofisleroya00royal\/page\/50\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Studie von D. Mech, Isle Royale USA<\/a> zu entnehmen.<\/p>\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Von 131 aufgesp\u00fcrten Elchen konnten nur 6 erlegt werden<\/pre>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Jagderfolg_web.jpg?fit=1024%2C601&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1876\"><\/figure>\n<\/div>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Ern\u00e4hrung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Siehe auch <a href=\"#mce_13\">Konflikte<\/a><\/p>\n<h3>Nahrung<\/h3>\n<p>W\u00f6lfe sind Fleischfresser ihre Hauptnahrungsquelle sind mittelgrosse bis grosse&nbsp;pflanzenfressende S\u00e4ugetiere.<\/p>\n<p>Der Speiseplan des Wolfes h\u00e4ngt vor allem von den zur Verf\u00fcgung stehenden Beutetieren in seinem Territorium ab. Wenn immer m\u00f6glich, bevorzugen sie jedoch Schalenwild.<\/p>\n<p>Bei uns in der Schweiz finden die W\u00f6lfe: Hirsche, Rehe, Gemsen, Wildschweine, Murmeltiere, F\u00fcchse, Hasen, Kleinnager bis hin zu V\u00f6geln und M\u00e4usen.<\/p>\n<p>Je nach Saison frisst der Wolf auch gerne reife Fr\u00fcchte und Beeren.<\/p>\n<p>\nDer Wolf ist sehr anpassungsf\u00e4hig und bei Nahrungsknappheit ern\u00e4hrt er<br>\nsich von allem Vorhandenen, sogar von Insekten oder von Abf\u00e4llen.\n<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Losung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Der Kot enth\u00e4lt viele Schalenwildhaare, Knochenfragmente und zum Teil sogar Schalen und Z\u00e4hne der Beutetiere.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Wolf_Losung_LUPUS.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1880\"><p><\/p>\n<figcaption>Wolflosung<\/figcaption>\n<\/figure>\n<\/div>\n<p>Wolfslosungen sind mindestens 2,5 cm dick und oft \u00fcber 20 cm lang. Von Fuchslosungen unterscheiden sie sich durch ihre Gr\u00f6\u00dfe und die gr\u00f6\u00dferen Knochenreste. Hundekot unterscheidet sich in Form und Gr\u00f6\u00dfe wenig, meist aber durch die aufgenommene Nahrung. F\u00fcr einen sicheren Nachweis, besonders bei frischem Kot wird eine Laboruntersuchung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Fortpflanzung<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Die Ranzzeit findet einmal im Jahr statt. Im Januar bis in den M\u00e4rz je nach den lokalen Bedingungen. So werden die Jungtiere bez\u00fcglich Temperatur und Nahrungsangebot zu besten Zeit geboren. Die Paarungszeit ist somit auf die g\u00fcnstigsten Bedingungen nach der Geburt abgestimmt.<\/p>\n<p>Vor und w\u00e4hrend der Ranzzeit nehmen die Spannungen im Rudel stark zu. Die Leitw\u00f6lfin reagiert hochgradig aggressiv gengen\u00fcber den j\u00fcngeren geschlechtsreifen Weibchen im Rudel und unterdr\u00fcckt sie so stark, dass diese meist gar nicht l\u00e4ufig werden. Dabei wird sie h\u00e4ufig von ihren dies- und letztj\u00e4hrigen Welpen tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt.&nbsp;<\/p>\n<h4>Die Wurfh\u00f6hle<\/h4>\n<p>Bei fortschreitender Tr\u00e4chtigkeit h\u00e4lt sich das Rudel in der N\u00e4he der von der Leitw\u00f6lfin ausgew\u00e4hlten Wurfh\u00f6hle auf, welche \u00fcber mehrere Jahre dieselbe sein kann. <\/p>\n<p>Entweder wurde sie selbst gegraben, oder sie \u00fcbernehmen eine bestehende, von einer anderen Tierart verlassene H\u00f6hle. Im Territorium gibt es verschiedene H\u00f6hlen, damit im Falle einer St\u00f6rung, die Welpen in eine andere H\u00f6hle verlegt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Kurz vor der Geburt verkriecht sich die W\u00f6lfin in die H\u00f6hle und l\u00e4sst kein anderes Rudelmitglied mehr hinein. Nach der Geburt suchen die Kleinen sofort die Zitzen und beginnen zu trinken. Die ersten 3 Tage bleibt die Mutter immer bei ihren Welpen, sorgt sich liebevoll um die Kleinen und verl\u00e4sst die H\u00f6hle nicht.<\/p>\n<h3>Geburt<\/h3>\n<p>Wolfswelpen sind Nesthocker und kommen mit verschlossenen Augen und Ohren zur Welt und haben ein Geburtsgewicht von 300 &#8211; 500g. <\/p>\n<h4>1 &#8211; 14 Tage &#8211; Die Neonatale Phase<br><\/h4>\n<p>In den ersten zwei Wochen ihres Lebens verbringen die Welpen mit Schlafen und Trinken. Die Zitzen der Mutter werden pendelten Bewegungen und im Kreis kriechen gesucht. Sie beherrschen den Milchtritt und k\u00f6nnen sich bereits abstemmen.<\/p>\n<p>Die N\u00e4he zur Mutter und den Geschwistern hilft ihnen die K\u00f6rpertemperatur zu halten, selber regulieren k\u00f6nnen sie diese noch nicht.<\/p>\n<p>Die Laute die sie von sich geben, sind eine Art Mucken und Schreien. In dieser Phase sehen und h\u00f6ren die Welpen noch nichts, der Geschmacks- und Geruchssinn ist aber ab dem 9. Tag voll ausgebildet!<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Welpe_1.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1898\"><\/figure>\n<\/div>\n<h4>2 &#8211; 4 Woche &#8211; Die Pr\u00e4gungsphase<\/h4>\n<p>Unter Pr\u00e4gung versteht man den raschen Lernvorgang in der fr\u00fchen und sensiblen Lebensphase die sehr kurz ist. Das Ergebnis dieser Phase ist irreversibel.<\/p>\n<p>Die Ver\u00e4nderungen die der Welpe in dieser Zeit durchmacht sind gewaltig. Mit 12-15 Tagen \u00f6ffnet er die Augen. Er sieht zu beginn nur schwach, hell\/dunkel (bis er scharf sehen kann, vergehen noch einmal 14 Tage).<\/p>\n<p>Die Ohren richten sich auf und \u00f6ffnen sich, mit Ende der 3. Lebenswoche ist die H\u00f6rf\u00e4higkeit vorhanden. Die ersten Umweltreize werden wahrgenommen und die Bewegungen werden kontrollierter.<\/p>\n<p>Der Welpe kann nun schon knurren und&nbsp;selbst\u00e4ndig Harn- und Kot absetzen.<\/p>\n<p>Die ersten Z\u00e4hne brechen durch, zuerst kommen die Schneide- (Incisivi) dann die Eckz\u00e4hne (Canini).<\/p>\n<p>\nZwischen der 3. und 4. Lebenswoche verlassen die neugierigen Welpen zum<br>\nersten Mal die H\u00f6hle und lernen das Rudel kennen. Sie bekommen auch<br>\nschon etwas vorverdautes Fleisch, das die erwachsenen W\u00f6lfe ihnen<br>\nvorw\u00fcrgen. Die Mutter verl\u00e4sst die H\u00f6hle immer h\u00e4ufiger.\n<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Welpe_2.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1899\"><\/figure>\n<\/div>\n<h4>4 &#8211; 8 Woche &#8211; die Sozialisierungsphase<\/h4>\n<p>Mit 4 Woche sind die Sinnesorgane des Welpen voll ausgebildet, seine k\u00f6rperliche und mentale Entwicklung schreitet rasant voran. Es sind nun besonders die Gliedmassen und alle anderen \u00fcberlebenswichtigen K\u00f6rperteile die extrem schnell wachsen und das Tier so auf das \u00dcberleben in der Natur vorbereiten.<\/p>\n<p>Sie erlernen die K\u00f6rpersprache, das Spiel- und Jagdverhalten entwickelt sich. Die ersten Beiss-, Kampf- und Bewegungsspiele beginnen.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Welpe_3.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1904\"><\/figure>\n<\/div>\n<p>Alles im Rudel dreht sich nun um die Aufzucht der Welpen, das ganze Rudel hilft mit. Ist das Rudel auf Jagd bleibt immer mindestens ein Rudelmitglied bei den Welpen &#8211; es ist die meist ein J\u00e4hrling.<\/p>\n<p>Mit 6 Wochen besitzen die Jungen schon einen grossen Teil des&nbsp;Verhaltensrepertoires. Diese wird durch intensives Spielen immer mehr gefestigt.<\/p>\n<p>Spielen ist in dieser Phase unerl\u00e4sslich f\u00fcr das erlernen von Verhaltensweisen &#8211; sie \u00fcben sowohl k\u00f6rperliche F\u00e4higkeiten wie auch Sozialverhalten.<\/p>\n<p>Das Jungtier nimmt nun immer mehr feste Nahrung zu sich. Mit 6-8 Wochen sind sie von der Mutter entw\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Die Augenfarbe \u00e4ndert in dieser Zeit vom Blau der Welpen zur bernsteinfarben der erwachsenen Tiere.&nbsp;<\/p>\n<h4>8 &#8211; 10 Woche<\/h4>\n<p>Das Rudel zieht nun mit den Welpen an einen seiner sogenannten \u201eRendezvous\u201c Pl\u00e4tze, der sowohl weite Fl\u00e4chen f\u00fcr Spiele und Jagdversuche, als auch ausreichendes R\u00fcckzugsgebiet f\u00fcr den Gefahrenfall bietet.<\/p>\n<h4>3 Monate<\/h4>\n<p>\nDie Welpen begleiten gelegentlich das Rudel beim Herumstreifen und<br>\nerkunden immer mehr die Umgebung. Mit 3-4 Monaten beginnt der<br>\nZahnwechsel. Zuerst wechseln die Incisivi (Schneidez\u00e4hne).\n<\/p>\n<h4>4 &#8211; 6 Monate<\/h4>\n<p>Mit 4-6 Monaten wechseln die Canini (Eck- oder Fangz\u00e4hne), dann die Pr\u00e4molaren&nbsp; 2, 3 und 4 (vordere Backenz\u00e4hne). <br>Der Pr\u00e4molar 1 erscheint mit 4-5 Monaten und wechselt nicht. Alle Molaren (hintere Backenz\u00e4hne) erscheinen nur im Ersatzgebiss. <\/p>\n<p>Mit&nbsp; ca. 7 Monaten ist das Ersatzgebiss vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Wolf_Gebiss.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1907\"><\/figure>\n<\/div>\n<h4><strong>6 &#8211; 8 Monate<\/strong><\/h4>\n<p>Die Jungw\u00f6lfe verlassen nun den \u201eRendezvous\u201c Platz und begleiten das Rudel auf dessen Wanderungen und auf der Jagd. Jagderfolge wurden in diesem Alter aber noch nicht beobachtet. Sie sind schon beinahe so gross wie die erwachsenen W\u00f6lfe.<\/p>\n<h4>12 Monate<\/h4>\n<p>\nVon der Gr\u00f6sse her unterscheiden sie sich von den erwachsenen W\u00f6lfen<br>\nkaum mehr, das Skelett ist nun vollst\u00e4ndig ausgewachsen. Die<br>\nvollst\u00e4ndige Masse erreichen sie aber erst mit ca. 2 Jahren.\n<\/p>\n<h4>22 Monate<\/h4>\n<p>\nErreichen der Geschlechtsreife. Viele Jungw\u00f6lfe verlassen jetzt das<br>\nRudel um einen Partner\/in zu suchen und in einem neuen Territorium eine<br>\neigene Familie zu gr\u00fcnden.\n<\/p>\n<h2>Kommunikation<\/h2>\n<p>Der Wolf besitzt mehrere M\u00f6glichkeiten zur Kommunikation, es sind dies<\/p>\n<ul>\n<li>die optische Sprache: Kommunikation durch K\u00f6rpersprache<\/li>\n<li>die akustische Sprache: Kommunikation durch Laut\u00e4usserung<\/li>\n<li>die olfaktorische Sprache: Kommunikation durch Duftstoffe<\/li>\n<li>die taktile Sprache: Kommunikation durch tasten, ber\u00fchren und Sp\u00fcren<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Die optische Sprache<\/h4>\n<p>Die W\u00f6lfe haben eine ausgepr\u00e4gte K\u00f6rpersprache und auch eine Mimik. Die Tiere interagieren stark untereinander zu einem grossen Teil mittels K\u00f6rpersprache.<br>Hierzu kommt es durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Signale.<\/p>\n<ul>\n<li>Stellung der Ohren und der Rute.<\/li>\n<li>Kopf- und K\u00f6rperhaltung (hoch\/tief).<\/li>\n<li>Stellung der Gliedmassen.<\/li>\n<li>Die ganze Mimik.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann dem Tier ablesen, in welcher Stimmung es gerade befindet, dominant, entspannt, unterw\u00fcrfig, unsicher, \u00e4ngstlich oder in Spiellaune.<\/p>\n<p>Anhand der optischen Sprache kann man auch die soziale Stellung des Tieres im Rudel ablesen.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr die Interpretation wichtiger als die jeweiligen<br>\nAusdruckselemente der einzelnen K\u00f6rperteile ist immer der Gesamteindruck<br>\n der K\u00f6rperhaltung!<\/strong><\/p>\n<h4>Die akustische Sprache<\/h4>\n<p>Damit man die akustischen Signale des Wolfes deuten kann, muss man immer auch die optische Sprache einbeziehen. Ein Knurren bedeutet nicht immer das selbe, es kann sowohl ein Angriffs- oder auch ein Abwehrdrohen sein &#8211; zur Unterscheidung braucht es die K\u00f6rperhaltung.<\/p>\n<p>Die akustische Sprache dient nicht nur zu Kommunikation auf Sichtdistanz, sie dient vor allen dingen zur Informations\u00fcbertragung \u00fcber gr\u00f6ssere Distanzen.<\/p>\n<p>Die akustischen Signale lassen sich in folgende Gruppen einteilen<\/p>\n<ul>\n<li>Mucken<\/li>\n<li>Winseln<\/li>\n<li>Wuffen<\/li>\n<li>Knurren<\/li>\n<li>Schreien<\/li>\n<li>Jaulen<\/li>\n<li>Heulen<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Mucken<\/h4>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1562_Wolfswelpen_short.mp3\"><\/audio><\/figure>\n<p>Kurze, relativ tiefe leise T\u00f6ne der Welpen, bis ca. 4 Wochen. Beim \u00e4lteren Tier verschwindet dieser Laut wieder vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<h4>Winseln<\/h4>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/winseln.wav\"><\/audio><\/figure>\n<p>Es signalisiert Unbehagen von Welpen und erwachsenen W\u00f6lfen, kann aber auch bei anderen Situationen wie Sexualit\u00e4t und Erregung gezeigt werden, dann ist der Ursprung aber nicht Unbehagen.<\/p>\n<h4>Wuffen<\/h4>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1563_Wolf_Bellen_Knurren_short.mp3\"><\/audio><\/figure>\n<p>Das Wuffen \u00e4hnlich dem Bellen, ist bei W\u00f6lfen ein Warnlaut. Der Wolf bellt nicht anhaltend wie der Hund, er gibt als Warnung nur ein kurzes, leises &#8218;Wuff&#8216; von sich.<\/p>\n<p>Auch anschliessend an das Heulen kann der Wolf noch kurz &#8218;Wuffen&#8216;, dies wird &#8222;bark howling&#8220; genannt.<\/p>\n<h4>Knurren<\/h4>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/knurr.wav\"><\/audio><\/figure>\n<p>Das Knurren ist ein typischer Warn- und Drohlaut.<\/p>\n<h4>Schreien, Jaulen<\/h4>\n<p>Der Wolf Schreit nur bei grosser Angst oder starken Schmerzen.<\/p>\n<h4>Heulen<\/h4>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1566_Wolf_Kanadischer_Heulen_short.mp3\"><\/audio><\/figure>\n<p>Heulen ist die typische Art wie der Wolf auf grossen Distanz kommuniziert. Ein Wolf kann das Heulen eines Artgenossen dank seines guten Geh\u00f6rs auf Distanzen von 6 km, bei g\u00fcnstigem Wind gar auf 10 km wahrnehmen.<\/p>\n<p>Jedes Rudelmitglied heult in seiner eigenen Tonlage uns ist somit gut von den anderen zu unterscheiden. Das gemeinsame Heulen &#8211; es wird auch Chorheulen genannt &#8211; f\u00f6rdert und st\u00e4rkt das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls=\"\" src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/1564_Wolf_Chorheulen_short.mp3\"><\/audio><p><\/p>\n<figcaption>Chorheulen<\/figcaption>\n<\/figure>\n<p>W\u00f6lfe heulen ums sich auf die Jagd einzustimmen und auch um ihr Revier akustisch zu markieren.<\/p>\n<p>Einzelne W\u00f6lfe heulen um Kontakt zu einem Rudel oder zu anderen einsamen W\u00f6lfen zu suchen.<\/p>\n<p>\nMeist heulen sie in den D\u00e4mmerstunden, wobei sie aber nicht den Mond anheulen.\n<\/p>\n<h4>Die olfaktorische Sprache<\/h4>\n<p>Unter olfaktorischer Sprache versteht man die Weitergabe von Informationen durch Ger\u00fcche. Der Wolf besitzt wie alle Caniden einen sehr stark ausgepr\u00e4gten Geruchssinn. Die grosse Riechschleimhaut ist mit rund 200 Millionen Riechzellen besetzt &#8211; zum Vergleich, der Mensch besitzt 20 bis 30 Millionen &#8211; erlaubt es ihm K\u00f6rperschweiss in einer bis zu einer Million d\u00fcnneren Konzentration wahr zu nehmen.<\/p>\n<p>Beutetiere kann der Wolf \u00fcber eine Entfernung von 2 bis 3 Kilometer wittern.<\/p>\n<p>Die geruchliche Kommunikation spielt auch beim individuellen Erkennen der Artgenossen und ihres gegenw\u00e4rtigen Zustandes, bei territorialen Besitzanzeigen sowie im sexuellen Bereich eine wichtige Rolle.&nbsp;Durch die Aussch\u00fcttung von Pheromonen (Duftbotenstoffe) k\u00fcndigt das Weibchen ihre Paarungsbereitschaft an.<\/p>\n<p>Das Markieren der Reviergrenzen erfolgt prim\u00e4r durch das Setzen von Urinmarken (Spritzharnen), aber auch durch absetzen von Kot auf markante, meist erh\u00f6hte Stellen, wie grosse Steine oder Grasb\u00fcschel.<\/p>\n<p>W\u00f6lfe besitzen, wie die Hunde, an den Pfotenballen Dr\u00fcsen. Durch h\u00e4ufiges Scharren werden sowohl Duftmarken verteil wie auch visuelle Marken hinterlassen.<\/p>\n<p>Solche Duftmarken bleiben f\u00fcr andere W\u00f6lfe bis zu einem Monat erhalten.<\/p>\n<p>Das Rudel durchwandert alle 3-4 Wochen das ganze Territorium und markiert auf diese Weise das Gebiet. Besonders h\u00e4ufig werden hierbei Grenzgebiete zu anderen Rudeln markiert. H\u00e4ufig benutzen 2 benachbarte Rudel sogar dieselben Markierungspl\u00e4tze, wobei sie hier besonders aufgeregt die Stellen beriechen, dar\u00fcber markieren und danach intensiv scharren.<\/p>\n<p>Mittels Markieren (Spritzharnen) bekr\u00e4ftigen ranghohe Tiere auch ihre hohe soziale Rudelstellung.<\/p>\n<p>Zur geruchlichen Kommunikation geh\u00f6rt auch das W\u00e4lzen in strengriechenden Substanzen wie Aas, Kot etc.<br>Die Funktion dieses Verhaltens ist noch nicht ganz klar. Es gibt zwei Theorien<\/p>\n<ul>\n<li>Das W\u00e4lzen in Aas soll die anderen Rudelmitglieder auf eine neue Nahrungsquelle aufmerksam machen.<\/li>\n<li>Es k\u00f6nnte sich um eine Art geruchlicher Tarnung der W\u00f6lfe gegen \u00fcber ihren Beutetiere handeln, sie \u00fcbert\u00f6nen den Eigengeruch und k\u00f6nnen sich der Beute einfacher n\u00e4hern.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Die taktile Sprache<\/h4>\n<p>Die taktile Kommunikation beinhaltet sowohl die Wahrnehmung \u00fcber den Tastsinn wie auch die \u00fcber das aktive Ber\u00fchren und Ertasten &#8211; die haptische Wahrnehmung.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Art der Sprache setzten die W\u00f6lfe bevorzugt die Schnauze mit ihren Tasthaaren wie auch die Pfoten ein.<\/p>\n<p>In einem Wolfsrudel spielt die taktile Sprache eine sehr wichtige Rolle f\u00fcr die sozialen Kontakte. Die Tiere lecken sich die Schnauzen, stupsen sich mit der Nase an oder Pf\u00f6teln oder knabbern fein mit den Schneidez\u00e4hnen am Sozialpartner.<\/p>\n<p>Welpen betteln durch intensives Schnauze lecken bei den erwachsenen W\u00f6lfen nach Futter, oder die Eltern weisen die Jungw\u00f6lfe und Welpen durch einen sanften Schnauzengriff zurecht.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Welpen ist das Kontaktliegen mit den Geschwistern nicht nur f\u00fcr den W\u00e4rmeaustausch, sondern auch f\u00fcr den sozialen Kontakt sehr wichtig.<\/p>\n<p>Der Wolf kann auch dominantes Verhalten mittels taktiler Kommunikation ausdr\u00fccken.<br>Den Kopf oder die Pfoten \u00fcber den R\u00fccken seines Gegen\u00fcbers zu legen kann solch eine dominante Geste sein.<\/p>\n<p>Da die W\u00f6lfe im Rudel diese Art der Kommunikation oft einsetzen, bedeutet dies zugleich, dass die W\u00f6lfe im Rudel einen h\u00e4ufigen K\u00f6rperkontakt pflegen.<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Schutz vor N\u00e4sse und K\u00e4lte<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<h3>Das Fell<\/h3>\n<p>An jeder Haarwurzel findet man eine kleine Dr\u00fcse, die Fett abscheidet. Dieses Fett wird im Fell verteilt und sch\u00fctzt den Wolf vor Durchn\u00e4ssung bis auf die Haut. Beim Schwimmen hilft Luft, die zwischen den Haaren eingeschlossen ist, zu verhindern das Wasser bis ganz zur Haut vordringen kann.<\/p>\n<p>Zur Regulierung der Temperatur ist der Wolf mit einem dichten Unterfell ausgestattet. Bei grosser K\u00e4lte k\u00f6nnen die Tiere zus\u00e4tzlich die Haare aufstellen, was f\u00fcr ein zus\u00e4tzliches Luftpolster sorgt.<\/p>\n<h3>Blutzirkulation<\/h3>\n<p>Beim Wolf k\u00f6nnen sich die aussen liegenden Venen verengen, dadurch wird die Abgabe von K\u00f6rperw\u00e4rme an die Umwelt reduziert.<\/p>\n<p>Um die W\u00e4rmeabgabe in den Gliedmassen gering zu halten, folgen die Blutbahnen dem Gegenstromprinzip \u2013 tiefe Arterien und Venen laufen eng beisammen, wodurch arterielles Blut welches immer weiter nach unten Richtung Pfote l\u00e4uft k\u00e4lter wird und ven\u00f6ses Blut, welches wieder zur\u00fcck zum K\u00f6rper fliesst wieder aufgew\u00e4rmt wird.<\/p>\n<p>Durch diesen Mechanismus kann zus\u00e4tzlich Energie eingespart werden. Um aber in extremen Bedingungen das Erfrieren der Pfoten zu verhindern, haben sie nicht verzweigte Arterien, welche das warme Blut direkt zur Oberfl\u00e4che bringen und somit daf\u00fcr sorgen, dass die Pfotentemperatur um -1\u00b0C bleibt.<\/p>\n<h3>Verhalten<\/h3>\n<p>W\u00f6lfe passen auch ihr Verhalten an und rollen sich bei K\u00e4lte vollst\u00e4ndig ein, um m\u00f6glichst wenig W\u00e4rme zu verlieren. <\/p>\n<p>Bei Hitze hingegen suchen sie k\u00fchle Liegefl\u00e4chen und strecken sich oft aus.<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Population<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Derzeit leben etwa 30 bis 35 W\u00f6lfe in der Schweiz. Viele dieser Tiere<br>\n sind auf der \u201aDurchreise\u2018 und durchstreifen grosse Gebiete. Der erste<br>\ngesicherte Nachweise eines Wolfsrudels in der Schweiz wurde im September<br>\n 2012 erbracht.<\/p>\n<p>Die als Calanda-Rudel bekannten W\u00f6lfe haben seither jedes Jahr erfolgreich Junge aufgezogen. Ein weiteres RudelGruppe von mehreren Tieren einer Schalenwildart, au\u00dfer Schwarzwild, und von W\u00f6lfen<br>\n hat sich 2015 im Tessin, \u00f6stlich von Bellinzona in Morobbia<br>\nangesiedelt. Im Sommer des Jahres 2016 wurde ein drittes Rudel im<br>\nAugstbordgebiet im Oberwallis nachgewiesen \u2013 im Jahr 2017 fehlt jedoch<br>\nein Reproduktionsnachweis.<\/p>\n<p>Der Wolf verbreitet sich immer mehr und er ist in immer mehr Kantonen<br>\n vertreten. Das Rudel, das sich in der Gegend um Jaun und Schwarzsee zu<br>\nbilden begann, ist der Wilderei zum Opfer gefallen. F13, die Partnerin<br>\nvon M64, ist im Juni 2017 vergiftet aufgefunden worden. Damit ist die<br>\nRudelbildung unterbunden worden. <\/p>\n<p>Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Rudelbildung in der Schweiz<br>\nim Vergleich zu L\u00e4ndern wie Deutschland und Frankreich nur langsam<br>\nvorangeht.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"715\" width=\"1024\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/wolf_2005-2009_alle_Nachweise-1024x715.jpg?resize=1024%2C715&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1759\"><p><\/p>\n<figcaption>Wolfs-Nachweise in der Schweiz zwischen 2005 und 2009 (Quelle KORA) <\/figcaption>\n<\/figure>\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" height=\"717\" width=\"1024\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/2016_Wolf_c1-c3_jan-dez-1024x717.jpg?resize=1024%2C717&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1758\"><p><\/p>\n<figcaption>Wolfsnachweise in der Schweiz 2016 (Quelle KORA)<\/figcaption>\n<\/figure>\n<ul>\n<li>(K1, rot): Hard fact. <\/li>\n<li>(K2, blau): Von ausgebildeten Personen best\u00e4tigte Meldungen. <\/li>\n<li>(K3, gr\u00fcn): Nicht \u00fcberpr\u00fcfte Riss-, Spuren- und Losungsfunde.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Konflikte<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<h3>Gefahr f\u00fcr Haus- und Nutztiere<\/h3>\n<p>Die meisten W\u00f6lfe in der Schweiz sind einzeln unterwegs. Einzelne W\u00f6lfe bevorzugen leicht zu jagende Beute. Diese finden sie auf den ungesch\u00fctzten und unbehirteten Alpen wo sie Schafe und Ziegen erbeuten. F\u00fcr den einzelnen Wolf bedeutet dies mit weniger Anstrengung praktisch ohne Gefahr an Nahrung zu kommen &#8211; einen grossen und wehrhafter Hirsch oder eine Reh sind hingegen gef\u00e4hrlicher und bedeuten mehr Energieverlust im Fall einer nicht erfolgreichen Jagd.<\/p>\n<p>Gemeinsam Im Rudel k\u00f6nnen sie aber ihre nat\u00fcrlichen, gr\u00f6sseren und wehrhafteren Beutetiere wie Hirsche, Rehe und Wildschweine jagen und m\u00fcssen nicht auf die einfache Beute, wie unsere ungesch\u00fctzten Nutztiere ausweichen.<\/p>\n<h4>Mehrfacht\u00f6tung von Nutztieren<\/h4>\n<p>Immer weider kommt es vor, dass ein Wolf der eine Schafherde angreift mehrere Tier t\u00f6tet ohne sie alle zu fressen.<\/p>\n<p>Der Grund daf\u00fcr ist in der Art wie der Wolf jagt zu finden. Es gibt einen klaren Ablauf<\/p>\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Suchen &gt; Anpirschen &gt; Jagen &gt; Stellen &gt; T\u00f6ten &gt; Fressen<\/pre>\n<p>Der Wolf frisst also erst nach dem T\u00f6ten. <\/p>\n<p>Er beisst also solange bis die Beute tot ist und sich nicht mehr bewegt. Schafe haben nun eine Eigenheit: sie laufen bei Gefahr zusammen &#8211; bei Wildtieren trennt der Wolf das schw\u00e4chste Tier von der fl\u00fcchtenden Herde ab. Die zusammen laufenden Schafe bewegen sich nun also neben dem schon toten Tier und der Wolf ger\u00e4t in eine Art &#8218;Endlosschleife&#8216; und t\u00f6tet weiter Tier. Dies geht so lange weiter bis die noch lebenden Schafe weit genug geflohen sind, alle Schafe tot sind, der Wolf ersch\u00f6pft ist oder gest\u00f6rt wird. Er dann kann er die Endlosschleife durchbrechen und mit dem Fressen beginnen.<\/p>\n<h4>Zur\u00fccklassen von Kadaver nur halb gefressener Beutetiere<\/h4>\n<p>Irgendwann l\u00e4sst der Wolf den Kadaver liegen, da er entweder genug gefressen hat, die Beute nicht mitnehmen kann, da sie zu gross ist oder durch etwas gest\u00f6rt wurde. Meist kehrt er dann zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt wieder zur Beute zur\u00fcck um weiter zu fressen. In der Zwischenzeit k\u00f6nnen viele andere Aasfresser von der Beute des Wolfes profitieren.<\/p>\n<p>Bei Nutztierrissen auf Weiden sollte der Kadaver m\u00f6glichst rasch entfernt, die Weidesituation ver\u00e4ndert und der Herdenschutz verst\u00e4rkt werden, damit der zur\u00fcckkehrende Wolf keine Beute und keinen Anreiz f\u00fcr weitere Risse mehr findet.<\/p>\n<p>\nAll dies f\u00fchrt unweigerlich zu Problemen mit der betroffenen<br>\nBev\u00f6lkerung. Werden die Herden jedoch durch geeignete<br>\nHerdenschutzmassnahmen gesch\u00fctzt, sind diese Schafe f\u00fcr den Wolf dann<br>\nauch keine einfache Beute mehr!\n<\/p>\n<h3>\n<div>Gefahr f\u00fcr den Menschen<\/div>\n<\/h3>\n<p>Der Wolf ist im Normalfall scheu und wird nur in Ausnahmesituationen<br>\ngef\u00e4hrlich f\u00fcr den Menschen. Diese k\u00f6nnen entstehen, wenn sich das Tier<br>\nin die Enge getrieben f\u00fchlt oder durch Anf\u00fcttern die Scheu verliert und<br>\ndreistes Verhalten entwickelt.<\/p>\n<p>In einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wurden F\u00e4lle von aggressivem<br>\nVerhalten von W\u00f6lfen gegen\u00fcber Menschen berichtet, trotzdem gab es seit<br>\n\u00fcber 40 Jahren und trotz zunehmendem Wolfsbestand keine Todesf\u00e4lle mehr.<\/p>\n<p>Die \u00fcberragende Mehrheit der aggressiven W\u00f6lfe geht auf tollw\u00fctige<br>\nTiere (vor allen in Osteuropa) und auf Selbstverteidigung der W\u00f6lfe<br>\nzur\u00fcck.<\/p>\n<h4>So kann man eine Gew\u00f6nung an den Menschen vermeiden<\/h4>\n<ul>\n<li>Tiere bei Kontakt strikte ignorieren und unbeachtet lassen oder mit L\u00e4rm in die Flucht schlagen.<\/li>\n<li>Tiere<strong> nie f\u00fcttern<\/strong>, auch nicht passiv!<\/li>\n<li>Abfalldeponien in N\u00e4he von Menschen und H\u00e4usern vermeiden (k\u00fcnstliche Futterstellen).<\/li>\n<li>Kein Tierfutter von Haustieren draussen herumstehen lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>W\u00f6lfe aus Siedlungen und von unerw\u00fcnschten Orten aktiv vertreiben<\/h4>\n<p>\nWenn W\u00f6lfe wiederholt und h\u00e4ufig in Siedlungen oder bei H\u00f6fen<br>\nerscheinen, m\u00fcssen sie von dort aktiv vertrieben werden. Denn W\u00f6lfe sind<br>\n lernf\u00e4hig und k\u00f6nnen sich auf ver\u00e4nderte Situationen gut einstellen und<br>\n deshalb m\u00fcssen wir verhindern, dass sie sich selbst auf den Aufenthalt<br>\nin Siedlungsn\u00e4he konditionieren.\n<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<div class=\"su-spoiler su-spoiler-style-default su-spoiler-icon-plus su-spoiler-closed\" data-scroll-offset=\"0\" data-anchor-in-url=\"no\"><div class=\"su-spoiler-title\" tabindex=\"0\" role=\"button\"><span class=\"su-spoiler-icon\"><\/span>Krankheiten<\/div><div class=\"su-spoiler-content su-u-clearfix su-u-trim\">\n<p>Die Welpensterblichkeit bei freilebenden W\u00f6lfen ist sehr hoch! Das Immunsystem ist noch nicht voll ausgebildet. Aus diesem Grund sind Krankheiten&nbsp;wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Staupe\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Staupe<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Parvovirose\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Parvovirose <\/a>oder <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/allgemein\/hat-der-wolf-gefaehrliche-untermieter\/\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Parasiten g<\/a>ef\u00e4hrlich f\u00fcr die jungen Tiere.<\/p>\n<p>Erwachsene Tiere erkranken meist, wenn sie durch Verletzungen oder Hunger schon geschw\u00e4cht sind. Parasitenerkrankungen wie z.B. die R\u00e4ude sind stark verbreitet.<\/p>\n<p>Auch <a aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tollwut\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Tollwut <\/a>kommt bei W\u00f6lfen vor und die bisher nur bei Menschen bekannte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lyme-Borreliose\" target=\"_blank\" aria-label=\" (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Lymne-Borreliose<\/a> breitet sich in letzter Zeit auch immer mehr bei Wolfspopulationen aus.<\/p>\n<p>\nDa W\u00f6lfe in freier Wildbahn nicht gegen diese Infektionskrankheiten<br>\ngeimpft werden k\u00f6nnen, erhalten die Welpen auch nicht die n\u00f6tigen<br>\nAbwehrstoffe mit der Muttermilch.\n<\/p>\n<\/div><\/div><br>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wolf ist ein hochentwickeltes und extrem anpassungsf\u00e4higes Raubtier. 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Sie leben in einem Familienverband und haben ein ausgepr\u00e4gtes Sozialverhalten. Sie waren bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Landraubtier der Erde. Einleitung Einst bev\u00f6lkerte der Wolf die ganze Nordhalbkugel. In Folge direkter Nachstellung, fehlender Beutetiere und der extremen Entwaldung im 19. Jahrhundert war er aus der ganzen Schweiz verschwunden. Der letzte Wolf in der Schweiz wurde 1872 im Kanton Tessin geschossen.Die einzige Wolfspopulation in Europa \u00fcberlebte in der italienischen Abruzzen. Im den 1970er Jahren wurde der Wolf in Italien unter Schutz gestellt. 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