{"id":605,"date":"2021-06-15T17:04:24","date_gmt":"2021-06-15T17:04:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/?page_id=605"},"modified":"2021-08-12T18:13:50","modified_gmt":"2021-08-12T16:13:50","slug":"das-jagdbrauchtum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.revier67.ch\/solothurn\/die-jagd\/das-jagdbrauchtum\/","title":{"rendered":"Das Brauchtum"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>  <em>&#8222;Das ist des J\u00e4gers Ehrenschild,<\/em> <em>dass er besch\u00fctzt und hegt sein Wild,<\/em> <br>  <em>waidm\u00e4nnisch jagt, wie sich&#8217;s geh\u00f6rt,<\/em> <em>den Sch\u00f6pfer im Gesch\u00f6pfe erht.&#8220;<\/em>  <\/p><p>Das Jagdbrauchtum&#8230;<\/p><cite> Auszug aus dem Gedicht &#8222;Waidmannsheil&#8220; von Oskar von Riesenthal (1880)<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es war einmal&#8230;<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Jagdbrauchtum ist so alt wie die Menschheit die sich auf den m\u00fchsamen Weg der Nahrungsbeschaffung begibt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Urzeit.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"Jagdbrauchtum\" class=\"wp-image-3530\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Seit der Mensch Tiere als Nahrungsquelle entdeckt hat, haben sich Rituale entwickelt, sprachliche Auspr\u00e4gungen sind entstanden und, das mag den nicht J\u00e4ger verwirren, es haben sich ethische Regeln etabliert die bis heute beim pflichtbewussten J\u00e4ger im Vordergrund stehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-medium-font-size\">Man nennt dies schlicht &#8218;Jagdkultur&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p>Immer wieder hat man sich \u00fcber die &#8218;verschleierte&#8216; Sprache der J\u00e4ger gewundert. Doch, was ist die Waidmannssprache den eigentlich?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Waidmannssprache<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Waidmannssprache entwickelte sich um das 12. Jahrhundert herum als  Zunftsprache zu der heutigen bekannten Form. Im heutigen Gebrauch haben sich jedoch nur etwa die H\u00e4lfte dieser Begriffe halten k\u00f6nnen<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ursprung der Waidmannssprache liegt in der pr\u00e4zisen Beschreibung von Beobachtungen in der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Sprache war zu keiner Zeit ein starres Gebilde. Sie war im lauf der Zeit vielen \u00c4nderungen unterworfen und hat im Verlauf der Zeit auch regionale Auspr\u00e4gungen gebildet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Beispiele der Waidmanssprache<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Reh <strong>\u00e4st <\/strong>bei der Nahrungsaufnahme, es <strong>n\u00e4sst <\/strong>beim Wasser lassen, es <strong>\u00e4ugt <\/strong>beim Beobachten der Umgebung und es <strong>sch\u00f6pft <\/strong>beim Trinken.<br>Die F\u00e4he &#8211; die F\u00fcchsin &#8211; <strong>geht dick<\/strong> wenn sie nach der <strong>Ranzzeit<\/strong>, der Paarungszeit, tr\u00e4chtig ist, sie <strong>w\u00f6lft <\/strong>wenn sie geb\u00e4rt, sie betreut die Jungen anschliessend, <strong>das Geheck<\/strong>.<br>Der Hase &#8211; Meister Lampe &#8211; <strong>f\u00e4hrt <\/strong>ins Lager, er schnellt aus der <strong>Sasse<\/strong>, <strong>schl\u00e4gt Haken<\/strong> und <strong>hoppelt<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Auerhahn-1.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3537\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Fuchs.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3538\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Hase.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3539\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Reh.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3540\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>So werden mit der J\u00e4gersprache jagdbezogene Vorg\u00e4nge und Gegenst\u00e4nde oder Gliedmassen, Lebenszeichen und Aufenthaltsorte des Wildes bezeichnet. Einige Ausdr\u00fccke sind sogar in den allgemeinen Volksgebrauch \u00fcbergegangen: &#8222;Schau mal, wie der Haken schl\u00e4gt.&#8220;; &#8222;Der ist mir durch die Lappen gegangen!&#8220;; &#8222;Du kriegst einen hinter die L\u00f6ffel!&#8220;; &#8222;Der hat Wind davon bekommen!&#8220;; &#8222;Die sind sich aber b\u00f6se ins Gehege gekommen\u2026&#8220;; &#8222;Du, der hat dich auf&#8217;s Korn genommen!&#8220; oder &#8222;Jetzt werfe ich aber die Flinte in&#8217;s Korn!&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine sehr imposante Zusammenfassung der Begriffe der Jagdsprache ist im Artikel von Erich Schmied unter dieser Adresse zu finden: <a href=\"https:\/\/issuu.com\/erichschmid\/docs\/flyer_weidmannsprache\">https:\/\/issuu.com\/erichschmid\/docs\/flyer_weidmannsprache<\/a><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das \u00e4usserliche Auftreten des J\u00e4gers<\/h2>\n\n\n\n<p>Auch die Bekleidung der J\u00e4ger hat zusammen mit der Industrialisierung eine rasante Entwicklung durch-gemacht. Waren fr\u00fcher nur Naturstoffe wie Loden oder Leder gebr\u00e4uchlich, so sind heute Gore-Tex oder membrane Textilien nicht mehr weg zu denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso in Bezug auf die Farbenwahl gab es ein Umdenken. <br>Vor gar nicht so langer Zeit war noch das &#8222;J\u00e4gergr\u00fcn&#8220; das einzig geduldete. Heute sind Warnfarben auf den Dr\u00fcck- und Herbstjagden vorgeschrieben und auch andere Farbt\u00f6ne wie Braun oder Beige oder 3D-Tarnmuster werden verbreitet getragen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nur milit\u00e4rische Tarnmuster sind auf der Jagd, wohl nicht zu unrecht, immer noch nicht gerne gesehen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Themen-Drueckjagd-Slider-2_b8aa6cba6375ec98817a2abe24db2a25.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3543\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Hut des J\u00e4gers<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Kopfbedeckung sollte der J\u00e4ger eigentlich immer tragen. Nicht nur aus klimatischen Gr\u00fcnden, nein besonders f\u00fcr den Sch\u00fctzenbruch oder eben auch f\u00fcr den Trauerbruch&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland und \u00d6sterreich sind f\u00fcr feierliche oder kirchliche Anl\u00e4sse die Trachten der Waidfrauen und Waidm\u00e4nner nicht weg zu denken. Diese Trachten sind oft mit vielen Arten von Jagdschmuck wie eingefassten Grandeln, Hirschrosen mit Kordel anstelle der Krawatte kombiniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Hut wird zu solchen Anl\u00e4ssen gerne mit sch\u00f6nen Gams- oder Saub\u00e4rten oder Eichelh\u00e4herfedern geschm\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Tracht1_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3545\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3545\" class=\"wp-image-3545\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Tracht2_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3546\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3546\" class=\"wp-image-3546\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Tracht3_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3547\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3547\" class=\"wp-image-3547\"\/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Gamsbart1_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3548\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3548\" class=\"wp-image-3548\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Gmasbart2_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3549\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3549\" class=\"wp-image-3549\"\/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Gmasbart3_resize.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3550\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3550\" class=\"wp-image-3550\"\/><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Jagdhornsignale und Jagdlieder<\/h2>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Jagdhornsignale  (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/jagen.blog\/2019\/05\/07\/jagdsignale\/\" target=\"_blank\">Jagdhornsignale <\/a>entstanden aus dem Bed\u00fcrfnis heraus, auch auf weite  Distanzen unter den J\u00e4gern und Treibern kommunizieren zu k\u00f6nnen. So  wurden zum Beispiel mit dem F\u00fcrst-Pless-Horn Leitsignale wie &#8222;Treiber in den Kessel&#8220;, &#8222;Laut treiben&#8220;&nbsp;und &#8222;Leise treiben&#8220; f\u00fcr die Treiber oder &#8222;Hahn in Ruh&#8220; f\u00fcr Jagd vorbei oder &#8222;Sammeln der J\u00e4ger&#8220; geblasen. <\/p>\n\n\n\n<p>Hier ein Beispiel: Die Begr\u00fcssung<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Begruessung.mp3\"><\/audio><figcaption>Die Begr\u00fcssung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Technische Hilfsmittel wie Mobiltelefone oder Funkger\u00e4te gab es fr\u00fcher noch nicht und sie waren in der Schweiz auch lange f\u00fcr die Nutzung auf der Jagd verboten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery aligncenter columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><ul class=\"blocks-gallery-grid\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/elless-kuhhorn.jpg?fit=1024%2C574&amp;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3555\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3555\" class=\"wp-image-3555\"\/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">Treiber Horn<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/FMB-Fuerst-Pless-Horn-in-B_600x600.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" data-id=\"3556\" data-link=\"https:\/\/jagen.blog\/?attachment_id=3556\" class=\"wp-image-3556\"\/><figcaption class=\"blocks-gallery-item__caption\">F\u00fcrst Pless Horn <\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Jagdleitsignale sind in der Schweiz nicht mehr gebr\u00e4uchlich. Es wird nur noch zum Beginn und zum Ende der Treib- oder Dr\u00fcckjagd geblasen und das Signal von J\u00e4ger zu J\u00e4ger weitergegeben. Totsignale werden \u00fcblicherweise zu Ehren des liegenden Tieres intoniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch \u00fcblich ist dass das Ende der Jagd &#8218;Jagd vorbei&#8216; und schliesslich das &#8218;Halali&#8216; geblasen wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Jagdlieder<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Lieder der J\u00e4ger werden traditionell am Sch\u00fcsseltreiben &#8211; dem gemeinsamen Essen w\u00e4hrend oder nach einer Gesellschaftsjagd &#8211; gesungen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Strecken legen<\/h2>\n\n\n\n<p>Untrennbar mit den Totsignalen verbunden ist das &#8218;zur Strecke legen&#8216; des erlegten Wildes nach einer gemeinschaftlichen Dr\u00fcck- oder Treibjagd.  Beides sind alte Br\u00e4uche und eine Geste der Achtung dem erlegten Wild gegen\u00fcber. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Platz auf dem das Wild zur Strecke gelegt wird, sollte mit  Tannenzweigen ausgelegt werden. <br>Beim Legen der Strecke haben Sch\u00fctzen wie Treiber achtsam mit dem Wild umzugehen. Es ist h\u00f6chst verp\u00f6nt, das Wild hinzuwerfen oder dar\u00fcber hinweg zu treten. Dies w\u00fcrde als Missachtung und Geringsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem Wild gewertet  werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Alles Wild liegt auf der rechten K\u00f6rperseite, auf der linken Seite liegt ein Bruch. Grunds\u00e4tzlich streng traditionell steht der Jagdherr vor der Strecke und die Sch\u00fctzen stehen mit gebrochener (ge\u00f6ffneter) Waffe und mit Hut auf dem Kopf gleich hinter ihm. Die Bl\u00e4ser, und gleich hinter ihnen die Treiber, stehen hinter der Strecke. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Herbstjagden in er Schweiz sieht das so aus, dass beim Verblasen der Strecke, nur die Bl\u00e4ser hinter der Strecke stehen. <br>J\u00e4ger und Treiber stehen gemeinsam vor der Strecke. Wenn die Bl\u00e4ser die Totsignale geblasen haben, tritt der Jagdleiter an ihre Stelle, l\u00e4sst den Jagdtag Revue passieren und verteilt die Sch\u00fctzenbr\u00fcche. <br>Anschliessend blasen die Bl\u00e4ser noch Jagd vorbei und Halali. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Strecke.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3561\"\/><figcaption>So wird eine Strecke gelegt (J.Bindseil)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Hier die groben Regeln<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li> Das Wild am Streckenplatz auf die rechte K\u00f6rperseite legen.<\/li><li> Reihenfolge: Zuerst das Hochwild, dann das Niederwild<\/li><li> M\u00e4nnliches Wild vor weiblichem Wild<\/li><li> starkes Wild vor schwachem Wild<\/li><li> Haarwild vor Federwild <\/li><li> Jedes zehnte St\u00fcck der Art eine halbe K\u00f6rperl\u00e4nge vorziehen <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Da bei uns in der Region, und auch generell \u00fcberall in den Revierjagdkantonen, die Strecken nur klein sind, wird grunds\u00e4tzlich&nbsp;bei  erlegten Schwarz- und Rehwild, dieses beginnend mit Schwarzwild&nbsp;in einer Linie zur Strecke gelegt. Erst dahinter folgen dann allf\u00e4llig erlegte F\u00fcchse. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Streke_gelegt.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3562\"\/><figcaption>Die Strecke ist gelegt<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Strecke_Bl\u00e4ser.jpg?fit=1024%2C683&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3563\"\/><figcaption>und wird verblasen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Bruchzeichen<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mitteilungsbr\u00fcche<\/h3>\n\n\n\n<p>Man mag es kaum zu glauben, es gab Zeiten in denen es noch kein Handy und kein Funkger\u00e4t gab &#8211; ich habe diese sch\u00f6ne Zeit noch selbst erleben d\u00fcrfen \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser grauen Vorzeit war es f\u00fcr J\u00e4ger trotzdem m\u00f6glich sich unter einander zu verst\u00e4ndigen &#8211; die Bruchzeichen waren das Hilfsmittel (und sind es, zwar sehr reduziert immer noch&#8230;)<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Bruchzeichen wurden die f\u00fcnf <strong>&#8218;gerechten Holzarten&#8216;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Eiche<\/li><li>Kiefer<\/li><li>Fichte<\/li><li>Weisstanne<\/li><li>Erle<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Br\u00fcche wurden, wie der Name sagt, immer gebrochen und <strong>nie<\/strong> mit dem Messer geschnitten.  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/www.lalilo.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/BLV-Jagd-Lexikon-Bruchzeichen.jpg?fit=1024%2C802&amp;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3591\"\/><figcaption>Bild:  Jagd-Lexikon, 6. Auflage, BLV-Verlag <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Hauptbruch &#8218;Achtung&#8216;<\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/hauptbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3579\"\/><figcaption>Bild jagd.it<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Aufmerksamkeitserregung <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> armlanger Zweig, ohne Rinde zwischen den Bl\u00e4ttern oder Nadeln, wird auf den Boden gelegt oder aufgeh\u00e4ngt. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Leitbruch &#8211; &#8222;Folge mir&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/leitbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3580\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Richtungsanzeige <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Einseitig ohne Rinde, liegt auf dem Boden, gewachsene Spitze zeigt zum Zielpunkt.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Anschlussbruch &#8211; &#8222;Schau hier genau hin&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/anschussbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3581\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Kennzeichnet den Anschuss f\u00fcr eine Nachsuche. <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Senkrecht in den Boden gesteckter, unbearbeiteter Zweig. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">F\u00e4hrtenbruch &#8211; &#8222;Fluchtrichtung&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/faehrtenbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3582\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Liegt beim Anschussbruch auf dem Boden und zeigt die Fluchtrichtung des beschossenen St\u00fccks an. <br><br><strong>Aussehen:&nbsp;<\/strong>halbarmlanger Zweig, nichtbefegt, aber angespitzt. Das angespitzte Ende zeigt die Fluchtrichtung des Wildes an. <br>Soll das Geschlecht des beschossenen St\u00fccks deutlich werden, muss der F\u00e4hrtenbruch ge\u00e4ftert werden, das heisst ein kleiner Querbruch (Afterbruch) hinter ihn gelegt werden. Bei m\u00e4nnlichem Wild kennzeichnet  dann das angespitzte Ende die Fluchtrichtung, bei weiblichem Wild das  gewachsenen Ende. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Standplatzbruch  &#8211; &#8222;Hier ist dein Standplatz&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/standortbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3583\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Markiert die Stelle, die einem Sch\u00fctzen auf  einer Gesellschaftsjagd zugewiesen wird. Manchmal liegt ein zus\u00e4tzlicher  Leitbruch daneben, der dem J\u00e4ger zeigt, in welche Richtung er nach  Beendigung der Jagd seinen Stand verlassen soll. <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Alle Seitentriebe sind entfernt. Steckt senkrecht im Boden. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Warnbruch &#8211; &#8222;Achtung Gefahr!&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/warnbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3584\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Kennzeichnet eine Gefahrenstelle. <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Ein zum Kreis gebundener Zweig, von dem alle Seiten\u00e4ste und die Rinde entfernt wurde. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Wartebruch &#8211; &#8222;Bitte hier bleiben und warten&#8220; und &#8222;Warten aufgegeben&#8220; <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/wartebruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3585\"\/><figcaption> Bild jagd.it <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Kennzeichnung eines Sammel- oder Warteplatzes. <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Zwei armlange, kreuzf\u00f6rmig \u00fcbereinander gelegte Zweige.  <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Aneignungs- oder Inbesitznahmebruch <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Inbesitznahmebruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3587\"\/><figcaption>Bild: jagderleben.de <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Kennzeichnet das bisher herrenlose Wild als Eigentum des Erlegers. <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Unbearbeiteter Zweig, der auf dem Wildk\u00f6rper  liegt. Bei m\u00e4nnlichen St\u00fccken zeigt das gebrochene Ende zum Haupt, bei  weiblichen St\u00fccken die gewachsene Spitze. Meistens wird der Ein- bzw.  Ausschuss mit dem Bruch verdeckt. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sch\u00fctzenbruch, Erlegerbruch  &#8211; Suchen Heil <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Besitznahmebruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3569\"\/><figcaption>Bild: naturjagd.ch<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Zeigt anderen J\u00e4ger an, dass der Tr\u00e4ger des Bruchs Wild erlegt hat.<br><br><strong>Aussehen<\/strong>: Ein unbearbeiteter Zweig, der mit etwas Schweiss vom erlegten St\u00fcck benetzt wird. Ist der J\u00e4ger alleine, bricht er sich selbst den Erlegerbruch. Ansonsten \u00fcberreicht der Jagdleiter, Revierinhaber oder ein Jagdkamerad den Erlegerbruch auf seinem abgenommenen Hut oder auf der Klinge des Jagdnickers oder Hirschf\u00e4ngers. Dabei w\u00fcnscht er dem Erleger mit einem H\u00e4ndedruck \u201eWaidmannsheil\u201c w\u00e4hrend der Sch\u00fctze den Bruch mit der linken Hand entgegennimmt, um ihn dann auf die rechte Hutseite zu stecken. Ein Erlegerbruch wird f\u00fcr folgende Wildarten \u00fcberreicht: alles Schalenwild, Fuchs, Murmeltier und Raufussh\u00fchner. <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nachsuchebruch<\/h4>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe<\/strong>: Zeigt, dass ein Jagdhund das nachgesuchte St\u00fcck gefunden hat.<br><br><strong>Aussehen<\/strong>: Es handelt sich im einen Erlegerbruch, der dem Sch\u00fctzen vom Nachsuchenf\u00fchrer \u00fcberreicht wird. Der Bruch wird dann geteilt und die andere H\u00e4lfte dem Hund an die Halsung gesteckt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Nachrichtenbruch<\/h4>\n\n\n\n<p>Dieser Bruch ist noch nicht allgemein eingef\u00fchrt  und wird nur sehr  vereinzelt verwendet. Es ist ein Folgebruch, der mit einem St\u00fcck Forstmarkierband durch Umknotung \u201edekoriert\u201c ist. In unmittelbarer N\u00e4he der gewachsenen Spitze ist eine Nachricht (Papier mit Notiz) zu finden (meist \u201everblendet\u201c = verdeckt).  <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Brauchtumsbr\u00fcche <\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Letzter Bissen <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/letzterbissen.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3588\"\/><figcaption> Bild: wildeswissen.de <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Ehrfurcht vor der Sch\u00f6pfung. Symbolisiert die letzte Mahlzeit vor dem Tode.<br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Kleiner, unbearbeiteter Zweig, der dem erlegten Wild quer in den \u00c4ser gelegt wird.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Trauerbruch <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Trauerbruch.jpg?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3570\"\/><figcaption>Bild: naturjagd.ch<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Ausdruck der Trauer um einen verstorbenen Jagdkameraden.<br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Der Bruch wird an der linken Hutseite  getragen. Dabei zeigt die Nadel- bzw. Blattunterseite nach aussen. Der  Bruch wird mit einem \u201eWaidmannsdank\u201c ins offene Grab geworfen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Bett <\/h4>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img data-recalc-dims=\"1\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/jagen.blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Bettbruch.png?w=1200&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3593\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Aufgabe:<\/strong> Ehrerbietung vor dem erlegten Wild.  <br><br><strong>Aussehen:<\/strong> Die Strecke wird am Sammelplatz auf ein Bett von Br\u00fcchen gelegt. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ethik<\/h2>\n\n\n\n<p>Dies ist ein Begriff, die ein Jagdgegner bei einem J\u00e4ger wohl nicht erwartet. Der Begriff der Ethik ist wohl neuzeitlich aber die Achtung &#8211; das Waidm\u00e4nnische Verhalten &#8211; gegen\u00fcber dem Wild ist wohl so alt die die Jagd selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies hier sind ein paar Grunds\u00e4tze die einem zu diesem Thema pr\u00e4sent sein sollten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>so wird an der F\u00fctterung nicht auf Wild geschossen.<\/li><li>ein krankgeschossenes St\u00fcck Wild ist mit allen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln nachzusuchen.<\/li><li>es ist unwaidm\u00e4nnisch auf zu weite Entfernung auf Wild zu schiessen.<\/li><li>es wird kein im Lager oder im Sitzen befindliches Wild erlegt.<\/li><li>Enten werden nur im Flug beschossen.<\/li><li>in Notzeiten ist das Wild artgerecht zu f\u00fcttern.<\/li><li>es wird erst geschossen, wenn das Wild genau angesprochen werden konnte und es einen Kugelfang hat.<\/li><li>Jedes St\u00fcck Schalenwild&nbsp;wird mit dem Haupt nach vorne geschleppt, getragen oder gefahren.<\/li><li>Ein Kugelschuss auf gesundes Wild, spitz von hinten abgegeben, ist unwaidm\u00e4nnisch.<\/li><li>an Wildbr\u00fccken wird das Wild nicht bejagt.<\/li><li>&#8230;<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das ist des J\u00e4gers Ehrenschild, dass er besch\u00fctzt und hegt sein Wild, waidm\u00e4nnisch jagt, wie sich&#8217;s geh\u00f6rt, den Sch\u00f6pfer im Gesch\u00f6pfe erht.&#8220; Das Jagdbrauchtum&#8230; Auszug aus dem Gedicht &#8222;Waidmannsheil&#8220; von Oskar von Riesenthal (1880) Es war einmal&#8230; Das Jagdbrauchtum ist so alt wie die Menschheit die sich auf den m\u00fchsamen Weg der Nahrungsbeschaffung begibt. 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Das Jagdbrauchtum&#8230; Auszug aus dem Gedicht &#8222;Waidmannsheil&#8220; von Oskar von Riesenthal (1880) Es war einmal&#8230; Das Jagdbrauchtum ist so alt wie die Menschheit die sich auf den m\u00fchsamen Weg der Nahrungsbeschaffung begibt. Seit der Mensch Tiere als Nahrungsquelle entdeckt hat, haben sich Rituale entwickelt, sprachliche Auspr\u00e4gungen sind entstanden und, das mag den nicht J\u00e4ger verwirren, es haben sich ethische Regeln etabliert die bis heute beim pflichtbewussten J\u00e4ger im Vordergrund stehen. 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